Die heutige kleine Rundtour macht Lust auf mehr …

Heute Morgen mal schnell ins Dorf ein paar Kleinigkeiten einkaufen.

Nach dem Frühstück haben wir uns kurzerhand für eine Radtour nach Braås entschieden. Also Wasserflaschen gefüllt und los gings.

In Braås haben wir uns umentschieden und eine Rundtour daraus gemacht.

War eine tolle Tour über knapp 46 Km und 562 Hm. Hat uns beiden riesigen Spaß gemacht … mit einer funktionierenden Schaltung.

Große Erleichterung

Gestern Mittag kam zu unserer größten Freude eine Nachricht vom Schwedischen Rohloff-Support aus Göteborg. Rohloff hat den ganzen Vorgang als Kulanz behandelt und wir bekommen eine neue E14-Schalteinheit „free of charge“.

Man konnte das Rumpeln der Steine (die uns vom Herzen gefallen sind) in ganz Ramkvilla hören und spüren.

Jetzt hieß es nur noch, das Ersatzteil aus Göteborg abholen. Wir sind kurz vor acht gestartet mit dem Hinterrad im Gepäck. Was für ein Glück war es den ganzen Vormittag sehr bedeckt und die Sonne inkl. der Temperatur hielt sich zurück. Gegen halb zwölf kamen wir in dem Shop von Anders (dem Besitzer und Importeur) an.

Ein wirklich uriger Laden und „Besitzer“, im positivsten Sinne des Wortes.

Die alte Schalteinheit demontiert, mit viel Sorgfalt von Anders wurde die neue Einheit montiert. Das war’s … tack så mycket an Anders und ein kleine Spende für die „Kaffeekasse“.

Zurück in Ramkvilla, musste ich natürlich das Rad gleich wieder zusammenbauen und die Funktion der neuen E14-Schalteinheit testen.

… was soll ich sagen? Fantastisch!!!

Ohne irgendwelche Schwierigkeiten funktionierten die Schaltvorgänge als wäre es alles komplett neu. So hatten wir es schon lange nicht mehr. Gleich mal ein paar Kilometer aufs Rad und alles ausgiebig getestet.
Gleich danach haben wir beide eine kleine Tour unternommen.

Das große Glücksgefühl war wieder zurück! Am liebsten wären wir gleich die nächsten Stunden wieder auf Tour gegangen. Aber es war ja schon spät ….

Hiermit geht unser Dank an Rohloff für diese großartige Unterstützung und der Kulanz.

Damit kann die Tour durch Schweden wieder mit neuem Elan demnächst weitergehen.

Der Tag der Wahrheit

Gestern hatte ich mir das Hinterrad und die „defekte“ Schaltung angeschaut.

Was für ein Glück wurde mir schnell klar: das Rohloff Getriebe ist in Ordnung! Das ist die gute Nachricht. Die schlechte dagegen: die E14-Schalteinheit ist hin! Das erklärt auch das vorangegangene „schlechte“ Schaltverhalten der letzten Tage, bevor sie ganz ausgefallen ist.

Das ist Übel. Jetzt haben wir kanpp zwei Wochen Zeit alles zu klären. Mit dieser Info kann ich nun den Hersteller Rohloff kontakieren.

Die Diskussionen mit dem Hersteller haben mehrere Tage und drei verschiedene Personen gedauert. Ich konnte Sie scheinbar mit meiner Argumentation (und meinem technischen Wissen, auch um die Schaltung) überzeugen. Da gab es wohl einige Probleme mit den ersten Schalteinheiten (Hinweise in den Tiefen der Rohloff Webseite konnte man (in diesem Fall natürlich ich) durchaus so interpretieren). Aber das ist meine persönliche Einschätzung. Da ich selbst aus dem Maschinenbau komme und einige Jahre in dem Umfeld gearbeitet habe, glaube ich damit schon richtig zu liegen. Denn mit Einführung neuer Produkte kommen erst in der Praxis evtl. Verbesserungen zu Tage.

Ich bekam eine Telefonnummer und Firma in Göteborg gennant, die als Generalimporteur für Schweden tätig ist. Der sollte mir mögliche Händler in der Nähe nennen können.

Das gestaltete sich etwas schwieriger als erwartet. Es kam eine Ansage auf Schwedisch: Die Nummer ist nicht vergeben! Dazu war die Webseite der Firma nicht erreichbar.
Es bedurfte einer intensiven Recherche im Web und Foren, bis ich eine ander Nummer gefunden habe. Darüber habe ich auch meine Kontaktperson erreicht.

Positiv: er hatte eine E14-Schalteinheit vorrätig. Das klingt doch schon mal gut. Der Preis mit über 500 Euro dann nicht mehr! Da war es dann schon kurz vor 20h.

Morgen Rohloff kontaktieren …

Heute, am Donnerstag, habe ich nochmals mit Rohloff telefoniert, da ich auf deren Webseite den Hinweis für einen Austausch der ersten Serie zu einem vergünstigten Preis gefunden habe.

Okay … jetzt wurde der Prozess angestossen. Der Händler sollte jetzt Dokumente und Formulare ausfüllen. Dafür benötigte er noch einige Angaben. Das ging dann ein paar Mal per Mail hin und her, bis er alles notwendige zusammen hatte.

Kurz nach 13h bekam ich die Bestätigungsmail: Service Formular ist eingegangen und wird schnellstmöglich bearbeitet.

Jetzt heißt es warten …

Tag acht von Växjö nach Ramkvilla

Die letzten knapp über 40 km für den heutigen Tag lassen wir ganz ruhig angehen.
Nach Frühstück und Sachen packen, wird es doch 11 Uhr bevor wir loskommen.

Der Himmel sieht entspannter heute morgen aus, es verspricht ein trockener Tag zu werden. Wir sind schnell aus der Stadt raus, müssen aber noch einige Kilometer neben einer Schnellstrasse fahren, bevor es wieder etwas ruhiger auf den Nebenstrassen wird.

Es geht sehr kurvig und hügelig durch eine schöne Waldlandschaft. Begleitet von Seen, die sich immer wieder abwechselnd links und rechts zeigen. Diese vielen „Hügel“ zehren kann schön an der Kraft, da wir ja nicht mehr schalten können.

Als dann endlich das erst Hinweisschild mit dem Namen unseres heutigen Zieles auftauchte, war die Erleichterung spürbar.

Da wussten wir nur noch nicht, dass es nochmals richtig hart mit den Hügeln wird. Die letzten knapp 3,5 Kilometer ging es denn auch mal richtig bergab. Bei guten 61 km/h habe ich die Fuhre dann doch ein bisschen eingebremst.
Das war auch gut so. Hinter einer scharfen Rechtskurve mussten wir auch schon abbremsen, um in unsere „Zielstrasse“ abzubiegen. 13:30h Ankunft!

Heute erst mal nichts mehr machen, ausser richtig ankommen am Ort für die kommenden Wochen.

Gerade angekommen, ist die Sonne auch wieder weg und der Regen setzt ein. Für uns mal entspannt.

Morgen schaue ich mir die defekte Schaltung an … dann werden wir sehen wie es weitergehen kann.

Tag sieben von Ryd nach Växjö

Nachdem wir in aller Ruhe gefrühstückt haben, lege ich mir alle Informationen für meinen Anruf bei Rohloff zurecht.
Nach der „üblichen“ Ansage … wählen Sie die Nr x für y und meiner Auswahl ging es doch sehr schnell mit einem echten Menschen weiter.

Nachdem ich mein Anliegen geschildert habe, kamen erst die üblichen Fragen. Haben Sie schon dies und das gemacht. Geduldig erzähle ich alles und beteure nochmals mit Ausdruck, dass ich wirklich Ahnung von Mechanik und Rädern habe und das hier ein echtes Problem mechanischer Art vorliegt. Da werde ich weiter in die Technik verbunden. Dort habe ich es ein weiteres Mal erklärt … und erläutert, was ich mir als weitere Schritte vorstelle. Die Richtigkeit meines Vorgehens wurde mir bestätigt.
So haben wir uns darauf geeinigt, das ich eine Info über den „tatsächlichen“ Zustand der Schaltung spätestens am Mittwoch gebe, wenn wir unseren stationären Zielort für die kommende Zeit erreicht haben und ich das Rad bzw. die Schaltung demontieren kann.

Es sind nur noch knapp über 100 km bis zu unserem Ziel. Da wir ja nur eingeschränkt fahren können, werden wir die Tour auf zwei Tage aufteilen. Deshalb fällt die Wahl auf Växjö.
Die wunderschöne Landschaft entschädigt ein bisschen das wirklich wechselhafte Wetter mit Regen und Sonne.


Am frühen Nachmittag erreichen wir Växjö und kehren erst einmal in ein Cafe ein mit Blick auf den Växjösön.

Eine Unterkunft ist schnell gefunden. Sogar das Rad hat dieses Mal eine feste Unterkunft.

Gleich in der Nähe des Hotels gibt es einen Japanischen Imbiss. Die Entscheidung fällt nicht schwer. Da sich die Esskultur hier ansonsten fast nur auf Pizza und Burger beschränkt. Das Sushi war der Hammer.

Der anschließende Spaziergang durch die City wurde nur durch das wechselhafte Wetter getrübt.

Tag sechs

In der heutigen Unterkunft ist das Frühstück inbegriffen. Gegen 08:30h gehen wir ins Hauptgebäude, wo unsere Gastgeber ein sehr ansprechendes Frühstücksbuffet aufgebaut haben. Sie betonen ausdrücklich mehrmals, dass alles aus biologisch-ökologischen Anbau und aus der Region ist.
So nehmen wir ein entspanntes und ausgiebiges Frühstück zu uns.

Als wir unsere Sachen am Rad verstauen ist es noch trocken. Gegen 10:30h haben wir uns wieder auf den Weg gemacht

. Eine zeitlang führte unser Weg weiter durch den nahen Küstenwald. Bis Ahus ist es nicht mehr weit. Die Stadt lassen wir „links“ liegen und fahren zügig weiter auf zum Teil gut ausgebauten Strassen und dann wieder heftigen Schotter. Dazu begleitet uns immer wieder mal … natürlich der ein oder andere Regenschauer.

Trolle Ljungby Slott
Trolle Ljungby slott
Auf stillgelegter Bahntrasse unterwegs

Der Weg wollte gefühlt einfach nicht enden, da wir mit unserer bescheidenen Geschwindigkeit nicht so richtig vorwärts kommen. Nach gefühlten endlosen Stunden haben wir nach gut über 50 km Olofström erreicht.

Nun die Überlegung … fahren wir noch weiter oder nicht?

Michaela hatte gestern einen Bericht über eine Unterkunft in Ryd direkt an dem Radweg gelesen. Also kurzerhand dort angerufen und nachgefragt. Unterkunft geht klar und meine Frage nach einem möglichen Abendessen haben Sie bejaht, obwohl Sie heute offiziell geschlossen haben. Wenn wir bis 18h ankommen.

Da heißt es die restlichen 30 km so schnell wie es geht zu bewältigen. Also keine großen Umwege mehr über mögliche Radwegschleifen. Da heißt es Zähne zusammenbeißen und auf die „Hauptstrasse“. Mit unserer „lächerlichen Geschwindigkeit“ (Lord Helmchen lässt grüßen) haben wir doch gute zwei Stunden dafür benötigt.

Als wir in Ryd nach gut 85 km ankommen, ist es mal wieder leicht am regnen. An der Unterkunft ein freundliches Willkommen. Nach wenigen Worten wird uns klar, die Besitzer sind Holländer, die sich hier seit etwas über einem Jahr einen Traum erfüllt haben. Gepäck ins Haus und während ich das Rad wegbringe, schaut sich Michaela die Zimmer an.

Stellplatz fürs Rad mit Regenschutz
Nette Unterkunft

Nachdem unsere Essenswünsche aufgenommen wurden haben wir uns auf das Zimmer begeben und uns trocken gelegt bzw. wieder frisch gemacht.

Lecker gegessen mit ein, zwei Bierchen aus einer nahegelegenen Brauerei. Dazu noch ein Pläuschen mit den Gastgebern.

…lecker Essen

Ole (Gastgeber) hat sich gleich noch eingebracht wegen des Rades und der Probleme. Er selbst ist begeisterter Radfahrer und sehr interessiert.

Aber das kann ich erst am morgigen Montag mit dem Hersteller in Deutschland klären. Bin gespannt, was sie mir da für Lösungsvorschläge anbieten werden/können.

Tag fünf unserer Nordtour mit „Überraschung“

Der Morgen beginnt mit Sonne, ein paar Nüssen und ein Schluck Wasser. Denn in unserer Unterkunft gibt es nix! Alles nur Selbstversorger.

Weiter geht es immer dicht an der Ostsee entlang. Da die Gegend mehr als spärlich besiedelt ist, dauert es einige Zeit bis wir eine Kaffee-Lokation finden. In Brantevik werden wir fündig. Beinahe wären wir vorbeigefahren, wenn Michaela nicht ein kleinen Hinweis auf Kaffee entdeckt hätte.


Was für ein Glücksgriff. Lecker Cappuchino mit Kardamomgebäck und Croissants. Gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg, nicht ohne uns mit einem weiteren Kardamomteilchen zu versorgen.

Langsam schlägt das Wetter um. Der angekündigte Regen hat sich doch etwas verspätet. Gegen 14:30h hat es uns so richtig in den Hügeln von Brosarp erwischt.

Es war doch zum Teil ein sehr abenteuerlicher Weg rein in die Wälder mit heftigen Steigungen. Geschützt durch die Bäume hat es uns nicht ganz so doll erwischt. Dafür haben wir wieder Schlamm aufgesammelt.

Zu allem Überfluss hat die Schaltung den Geist aufgegeben. Ein Gangwechsel wahr NICHT mehr möglich!
Auf einmal haben wir nur noch ein SingleSpeed Rad mit einem sechsten von vierzehn möglichen Gängen. Sehr sehr ärgerlich.
Alle Bemühungen, es wieder in Gang zu bekommen sind fehlgeschlagen. Also nur noch im sechsten Gang weiter. Mit Steigungen ist es schon sehr anstregend und in der Ebene mehr als hinderlich. Denn mehr als max. 17 km/h sind da nicht mehr drin, ohne das man sich die Beine wegkurbelt.

Da das Wetter auch nicht mehr wirklich besser werden sollte, haben wir nach einer Unterkunft gesucht. In Yngsjö haben wir eine Herberge in Form von kleinen Cottages gefunden und kurzerhand gebucht.

Sehr nette Gastgeber und eine tolle Unterkunft. Das Fahrrad kann in den Garten. Da es an einer Unterstellmöglichkeit mangelt, bringt unser Gastgeber eine große Plane und deckt das Rad ab. Sehr aufmerksam.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, laufen wir ca. 1,5 km die Strasse zurück in den Ort. Dort soll es eine Essensmöglichkeit geben. Dort angekommen finden wir einen „Imbisswagen“ vor, der asiatische Leckereien anbietet. Es riecht auf jeden Fall schon mal sehr lecker. Wir geben unsere Bestellung zum Mitnehmen auf. Die Sitzmöglichkeit draußen auf Holzbänken ist nicht so dolle. Dazu fängt es auch wieder an zu regnen.


Während wir auf unser Essen warten, fährt ein altes Auto vor und ein Mann steigt aus. Kein Unbekannter für die Leute im Imbisswagen. Sie fangen alle an zu scherzen und zu lachen. Auch wir kommen ins Gespräch und erfahren, er ist ein Bauer hier in der Nähe. Leider regnet es immer heftiger und wir haben Bedenken, dass wir mehr als durchnässt wieder zurück zur Unterkunft kommen. Der „Bauer“ bietet uns eine Mitfahrgelegneheit an, die wir gerne annehmen.
Er sagt: Er bietet gerne seine Hilfe an und hofft, dass auch er mal Hilfe erhält. Eine sehr positive Einstellung. So ist der Rückweg schnell und trocken zurückgelegt.

Das anschließende Essen im Cottage ist sehr lecker und gemütlich.

Es geht wieder weiter

Nach einem Tag ohne Radfahren, geht es heute endlich wieder aufs Rad. Wir fahren entlang der Küste nach Osten auf dem Sydkustleden. Das Wetter ist zum Fahren bestens geeignet. Blau-Weißer Himmel und nicht zu „warm“. Der Wind könnte etwas weniger sein.

Meist führt der Weg erstaunlich nah an der Küste entlang. Was nicht immer von Vorteil ist. Denn entlang der Küste ist sehr viel Seetang angespült worden, was jetzt in der Sonne am verrotten ist und durch den landeinwärts wehenden Wind eine starke Geruchsbelästig mit sich bringt. Die ganze Zeit hat man das Gefühl, man fährt durch eine Kläranlage.

Kurz vor dem kleinen Hafen von Hörte trieb noch die Leiche einer Robbe im Wasser, auf der sich eine Möwe gesetzt hatte. Auf den ersten Blick war das nicht zu erkennen. Es sah nur komisch aus, das sich ein Fels von vielen mit den Wellen bewegte.

Am Mossbystrand mussten wir einfach anhalten. Ein wunderschöner weißer Sandstrand, den wir mit viel Sonne genießen konnten.

Weiter geht es in Richtung Ystad. Der Weg führt direkt an einem beschaulichen kleinen Yachthafen entlang. Dort gibt es auch ein Restaurant namens Marinan. Daran können wir nicht vorbei.
Auf der Terrasse sitzend, mit viel Sonne und Blick aufs Wasser kommt schon echtes Sommerfeeling auf. Mit einem Glas Sangria zum leichten Essen wird es noch entspannter.

Als wir uns wieder auf den Weg machen, trübt es doch noch ein. Die Wolkendecke wird dichter und bald ist die Sonne ganz verschwunden. Der Wind nimmt zu und so beschließen wir, uns demnächst eine Unterkunft zu suchen.

Wir kommen an einem Hostel vorbei, an dem schon ein paar Gäste ankommen. Die Tür ist offen und wir schauen uns drinnen ein wenig um. Da niemand von den Gastgebern vor Ort ist, rufe ich an und erreiche Ronny …. der auch deutsch spricht. Da sie heute den ersten Tag geöffnet haben, bekommen wir auch noch ein Zimmer.

Nachdem wir dieses bezogen haben, fahren wir nochmals ca.2,5 km zurück zu einem ausgewiesenen „Strand“ mit einer Art Ferienanlage. Sieht alles noch relativ ruhig und leer aus. Die umliegende Gastros sind alle noch geschlossen. So fahren wir an einen kleinen Imbiss, in dem wir eine frisch gemachte Pizza und ein paar Getränke bekommen.

So gestärkt fahren wir wieder zu unserer Unterkunft zurück. Das Wetter lädt nicht zum Verweilen im anliegenden Garten ein.

Ein Tag in Trelleborg ohne Rad

Nach einer enstspannten Nacht in einem bequemen Bett haben wir Trelleborg zu Fuß erkundet. Nettes kleines Städtchen, welches noch weniger Einwohner als unser zuhause hat.
Der meiste Traffic kommt wohl durch die vielen Fähren aus Deutschland und Dänemark und den direkten Anrainerstaaten.

In dem kleinen Stadtpark wurde eine mobile Leinwand und ein Zelt mit Getränkeversorgung für ein Public Viewing zur Fußball-WM aufgebaut. Die Zeit bis zum Start wurde mit Musik überbrückt. Das bei schönster Sonne und leider nicht ganz so warmen Temperaturen von nur 15 Grad. Das haben wir zusammen genossen, bis die Sonne hinter den Häusern verschwunden ist und es damit gefühlt gleich noch ein paar Grad kälter wurde.
Mit einer Weinschorle im Hotel haben wir die morgige Tour geplant.

Insgesamt sind wir dann doch über 15km gelaufen.

Bestes Wetter für eine Seefahrt

Da unsere Fähre bereits ab 09:30h von Travemünde startet, müssen wir uns früh auf dem Weg machen.
Für uns eine ungewöhnliche Zeit zum Aufstehen: Wecker geht um 06:15h

Ein Kaffee muss reichen. Gepäck fertig machen, Rad beladen …
Gegen 07:30h kommen wir los. Knapp 14 Kilometer bis zum Fähranleger.

Die Tour führt teilweise sehr schön entlang der Trave abseits von Straßen. Nur kurz vor dem großen Hafengebiet kommen wir wieder auf verkehrsreiche Straßen. Beschilderung ist wieder sehr irreführend. Radfahren und für Fußgänger verboten!
Trotzdem fahren wir einfach mal der Ausschilderung für Autos nach und finden schnell die richtige Spur für die TT-Line.
Tickets bekommen ist sehr einfach, dank des Vorabend check-in. Code scannen und unsere Tickets werden ausgedruckt. Terminal 7 und Line 15.
Etwas verunsichert durch die vielen LKW und Autos (gefühlt fährt alles durcheinander) kommen wir an die Warteschlangen für die Fähre. Einige Minuten später kommt schon ein Mitarbeiter der TT-Line und fragt, ob wir nach Trelleborg wollen. Nachdem wir das bejaht haben, dürfen wir schon an Bord des Schiffes. Noch ist es sehr leer.

Wir begeben uns auf das oberste Deck und suchen uns direkt am Fenster zum Bug einen Platz. Bis zur Abfahrt um kurz nach halb zehn ist es trotzdem nicht voller geworden. Nur wenige Passagiere sind zu sehen.

Peter Pan ist unser Schiff
… auch schon ganz aufgeregt

Mit dem Zwischenstopp in Rostock ändert es sich. Nun wird es voller und leider auch sehr viel lauter.


Nach eine Stunde Aufenthalt geht es endlich los. Lange Zeit ist die Dänische Küste auf der Backbordseite zu sehen, bevor nach insgesamt acht Stunden die Schwedische Küste am Horizont auftaucht.

Pünktlich erreichen wir den Hafen von Trelleborg und begeben uns wieder auf das Parkdeck. Wir sind umgeben und eingekesselt von LKW. Nachdem die ersten LKW von Bord waren und wir Platz hatten, kam die zuständige Lademeisterin und hat uns zusammen mit einigen Fußgängern von der Fähre begleitet zu einem wartenden Bus. In der Zeit durften die andern LKW warten …
Wir mussten dem Bus über das Hafengelände folgen bis zu einem nahen Ausgang, der extra für uns geöffnet wurde. Das ging doch schneller als der „normale“ Weg, den die Autos nehmen mussten.

Zum Hotel war es nur noch ca. 250 Meter.

Das alles bei schönstem Wetter. Viel Sonne und fast kein Wind. Es war eine tolle Überfahrt.

Nachdem wir im Hotel eingecheckt, das Rad verstaut und uns „frisch“ gemacht haben, sind wir ein wenig durch die City gelaufen. Nach einem leckeren Essen haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Das war Tag zwei und die Ankunft in Schweden.