Eine Tour die viel Spaß gemacht hat

Auch wenn es schon am frühen Morgen recht warm gewesen ist, sind wir mit viel Motivation gestartet. Die letzten Kilometer bis Helsingborg waren keine große Herausforderung mehr. Je näher wir kamen, umso mehr haben wir den Geruch des Meeres wahrgenommen und auch die Luft hat anders geschmeckt.

Beim ersten Blick auf das „Wasser“ mussten wir einfach an den Hafen und an einem kleinen Café halt machen. Eine Erfrischung mit Blick auf den geschäftigen Jachthafen. Einfach mal was anderes sehen … die letzten Wochen waren es Wälder und Seen.

Den Weg zum Fähranleger gestaltete sich zuerst etwas schwieriger. Hatte gehofft, es gibt einen direkteren Weg für Radfahrende. Das war ein Irrtum. Wir mussten wieder mit den Autos und LKW umständlich in den abgesperrten Hafenbereich. Eine gute halbe Stunde Wartezeit, bis uns „Hamlet“ aufgenommen hat und uns mit nach Dänemark mitgenommen hat.

Die kommenden Kilometer entlang der Küste bei blauem Himmel und Blick aufs Wasser waren einfach nur traumhaft.
Nach einigen Kilometern in der Sonne schwitzen, haben wir einen kleinen Jachthafen aufgesucht. Dort haben wir in einem Eiscafé uns einen erfrischen Shake schmecken lassen.

Bei der Gelegenheit haben wir die Köpfe zusammen gesteckt und beraten, wie weit wir heute noch fahren wollen. In Lyngby haben wir eine Unterkunft in der Nähe der Technischen Uni gefunden.
So sind wieder knapp 67 Kilometer zusammen gekommen.

Der „übliche“ Ablauf für den Abend. Frisch machen, Essen gehen und der obligatorische Abendspaziergang. Wichtig: eine andere Bewegung als auf dem Rad.

Es reicht …

Die Strecken werden nicht mehr besser. Leider gibt es nur noch sehr wenige Ausweichrouten für Radfahrende. Auch wenn es nur sehr wenig befahrene Nebenstraßen sind … sie sind eindeutig für Kfz gemacht. Zum Teil wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen. Das bedeutet, sehr viele Kilometer am Stück ohne jegliche „Kurven“ immer nur gerade aus. Die einzige Abwechslung sind die Hügel, die eine „Weitsicht“ verhindern.

Was für ein Glück war es doch so weit bewölkt, dass uns nicht die ganze Zeit auch noch die Sonne auf den Straßen ohne Schatten geröstet hat.

Einzige Lichtblicke waren die ein oder anderen „Kunstwerke“ an den Straßen in den durchfahrenen Dörfern.

Keine Einkehrmöglichkeiten unterwegs machten die Tour zusätzlich sehr anstrengend.
So mussten wir in den berühmten sauren Apfel beißen und bis Ängelholm durchfahren.

Denn erst dort gab es wieder so viel Zivilisation in Form von Restaurants und Unterkünften, das wir hier unsere heutige Tour beenden konnten.

Lecker essen gewesen mit einem schönen Spaziergang durch die belebte Innenstadt mit vielen Menschen und Musik und Lachen auf den Aussenterrassen der Lokale. Auch mal wieder schön.

Somit haben wir für morgen nur noch eine kleine letzte Tour in Schweden, bevor wir in Helsingborg mit der Fähre nach Dänemark übersetzen werden.

Leider gab es bei der Streckenaufzeichnung einige „Aussetzer“, die zu einer Fehlerhaften Darstellung der gefahrenen Strecke führte. Zeitweise waren wir mit Mach 2 unterwegs 🫪🤪🏁

Ein sonniger Morgen verspricht einen guten Tag zum Radfahren …

Nach dem Frühstück noch eine freundliche persönliche Verabschiedung von Nina aus dem Hotel.

Selbstgemachtes Geschenk für Nina an der Rezeption
So kann ein Himmel auch aussehen …

Kurz vorm Verlassen von Växjö sind wir bei einem Fan von „Söder“ vorbei gefahren.

Ohne Worte

Keine halbe Stunde später sind wir durch ein wunderschönes Biotop/Reservat gefahren. Die Luft gefüllt mit Gerüchen, die nur die Wärme/Sonne im Wald entfachen kann, ist Balsam für die Nase und Lunge. Das hatten wir so schon lange nicht mehr.
Das ist es, was ich an dieser Fortbewegungsart so schätze!

Ich hätte heulen können vor Glücksgefühle. Da ist es einfach mit mir durchgegangen.

Die weitere Strecke hatte viele viele „Kackwellen“ durch eine wunderschöne Gegend. Aber es war doch die ein oder andere zu viel davon.

So waren die letzten Kilometer bis Ljungby sehr „zäh“ und anstrengend.

Im Zentrum haben wir ein Cafe aufgesucht und ich habe mit ordentlich Zucker meine verbrannten Kalorien versucht aufzufüllen.

Süß und künstlich

Danach war es nicht mehr weit bis zu unserer heutigen Unterkunft am Rande von Ljungby.
Nachdem wir uns erfrischt haben, noch eine Kleinigkeit im „Pinchos“ gegessen. Eine Restaurantkette mit Tapas ähnlichen Gerichten. Mal was anderes.

Tapas auf Schwedisch

Jetzt diese Zeilen schreiben nach einem kleinen Verdauungsspaziergang. Noch eine andere Bewegung als nur auf dem Rad sitzen und pedalieren.

Endlich geht es wieder auf die Straße …

Die letzten beiden Tage waren schon heftig. Das Wetter war so richtig mies. Viel Wind, noch mehr Regen und zu guter Letzt gab es gestern neben sturmartigen Böen, heftigem Gewitter mit großen Hagelkörnern auch noch mit einem wirklich tiefen lauten Knall einen Blitzeinschlag in der Nähe. Das ganze Haus hat gebebt. Das Ergebnis … ein Stromausfall von mehr als zwei Stunden.

Jetzt war es richtig abgekühlt bei knapp um die 16 Grad und wir konnten uns noch nicht einmal einen Tee kochen.

Dafür war es heute Morgen wieder schön, wenn auch sehr stürmisch.

Die ganzen Sachen wieder gepackt, alles auf und am Rad verstaut, ging es gegen 11:30h wieder los. Erst zum kleinen Laden ins Dorf, ein bisschen Verpflegung für die Tour. Denn nur mit einem Becher Kaffee würden wir physisch bei dem Wind nicht weit kommen.

Da der Wind gefühlt immer heftiger wurde, haben wir uns als Halt doch wieder für Växjö entschieden. So endete die erste Tour seit langer Zeit nach 66 km.

Genug für heute.

Das Wetter gefällt und damit auch das Radfahren

Das Frühstück besteht aus einem Kaffee und einer Scheibe Schwarzbrot. Eine Rundtour erstellen dauert nur wenige Minuten. Damit wir eine Idee bekommen, wie lang es werden könnte. Ca. 72 km ist dabei herausgekommen.

Diesmal starten wir in die andere Richtung. Nach wenigen Kilometer geht es auf eine nicht asphaltierte Strecke, ständig ein auf und ab.

Vorbei an einem ehemaligen Schieferabbaugebiet und weiter mit viel viel Natur.
Die ursprüngliche Strecke haben wir ein wenig verändert, damit ein bisschen mehr asphaltierte Wege genutzt werden. Mal „Schotterstrecke“ ist okay … aber über viele Kilometer braucht man das mit dem Fahrrad nicht.

Insgesamt war es eine schöne Strecke, anstrengend und anspruchsvoll.