Tag 100

Nach einer unruhigen Nacht … ab zum Frühstück. Die morgendliche Routine des Rad bepacken passiert fast wie in Trance.

Auf zum Hafen, der Plan ist: Autofähre nach Tròia. Vorher noch mit Saft und Frischwasser versorgt.

Autofähre sehr gut organisiert. Prinzip ist ähnlich wie Glückstadt-Wischafen. Die Fähre auch. Knappe halbe Stunde Überfahrt.

Gefühlt wieder endlose Weite, wüstenartig wirkend, wenn nicht der spärlicher Baumbewuchs links und rechts der fast geraden Straßen wäre.

Dann ein krasser Wechsel.

Wir kommen in den Ort Comporta, mit einem Reismuseum?! Mir ist das wirklich sehr grün auf den Feldern aufgefallen. Erst wo der Wind aus der richtigen Richtung zu uns wehte, war der starke Geruch der Reisfelder präsent riechbar. Das hatte ich so stark das erste Mal in Japan kennengelernt.

Reisfelder so weit man blicken kann

Gleich in den Ort abgebogen und eine Pause gemacht bei lecker Kaffee und Alkoholfreien Bier.

Nach der Pause, kurz vor dem Ortsausgang haben wir noch einen anderen Radfahrer getroffen. Ich habe ein freundliches Moin gesagt und er überrascht … oh, ihr seid deutsch.

Da standen wir nun in der prallen Sonne und haben bestimmt eine viertel Stunde geplaudert über unsere Touren. Er hat nach seinem Studium eine „Auszeit“ geplant und ist in Frankreich gestartet und war noch mit Pausen nach Faro unterwegs. Gegenseitige gute Wünsche und viel Spaß gewünscht, sind wir wieder unseres Weges …

Und dann große „Flugschatten“. Wir schauen nach oben und sechs Störche im Formationsflug …

Die Straße entlang sehr viele Horste links und rechts und noch mehr Störche. Passt auch mit den kilometerlangen Reisfelder zusammen. Ideale Bedingungen für diese großen prächtigen Vögel.

Weiter ging es wieder durch viel Natur, zum Teil mit mehr schattenspendenden Bäumen und viel Wind. Eine schöne Tour wo auch die Temperaturen überraschend weniger quälend waren als die vergangenen Tage.

Die Suche nach einer verfügbaren Unterkunft hat uns einige Kilometer gekostet. In Melides haben wir uns „wund gesucht“ 🥳

Entweder war alles ausgebucht oder die Unterkunft gab es einfach nicht mehr. Auch da versagt die Aktualität von „Google“.

Schwere Lektüre in Melides

Man merkt: August -> Urlaubszeit! Die zeitnahe Suche nach für uns bezahlbare Unterkünfte funktioniert nicht mehr so einfach wie zuvor.

Ab jetzt müssen die Campingplätze mit eingeschlossen werden. Mal schauen wie es weitergeht 🤗

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