Tag 195

Der Nebel hat sich gehalten, auch wenn die Sicht etwas besser geworden ist. Die Temperatur bewegt sich zwischen ein bis drei Grad.

Da fällt es uns nicht schwer, dass Frühstück auszudehnen … vor allen Dingen auch wegen der netten Gastgeber. Deshalb ist es auch schon elf Uhr, bevor wir uns wieder auf die Straße begeben.

Die ersten Kilometer geht es beständig bergauf, wenn auch moderat gegenüber den letzten Tagen.

Gegen Mittag zeigt sich endlich die Sonne und die Temperatur klettert auf sagenhafte fünf bis sieben Grad.

Reste von Nebelschwaden hängen noch in der Luft

Wenn man ein gutes „Plätzchen“ im Windschatten gefunden hat … merkt man noch die Kraft der Sonne. Sobald man sich in Bewegung setzt, ist es schnell wieder ungemütlich 🥶

Aber die Strecke mit der sagenhaften Natur lässt uns die Strapazen fast vergessen. So haben wir Schongau erreicht und machen eine Aufwärmpause mit Kaffee und Kuchen.

…auch das gibt es noch 😊

Leider ist die restliche Strecke bis Türkheim rar gesät (nämlich mit NULL) mit Einkehrmöglichkeiten. Dafür ist es einfach zu dünn besiedelt. Jedenfalls auf unserer gewählten Strecke.

Das heutige Tagesziel haben wir dadurch schnell erreicht und begeben uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Viel Auswahl gibt es hier nicht. Bei der ersten Anfrage: keine Zimmer frei.

Aber bei der zweiten gab es noch während des Telefonats die Zugangsdaten und wir konnten unser Zimmer beziehen 😁

Sehr schöne Unterkunft! … auch fürs Rad.

wenigstens überdacht und vor Regen geschützt

Ein wenig frisch machen und aufwärmen … danach beim „Kleinen Italiener“ lecker gegessen und getrunken.

Die morgige Tour geplant …. 🛌

77,3 km und 785 Hm

Tag 194

Blick aus dem Zimmer bei -1 Grad

Heute hatten wir keine große Aufwärmphase, gleich nach den ersten paar hundert Metern ging es in die „Wand“. Die ersten fünf Kilometer ging es mit durchschnittlich 18% Steigung in Richtung Seefeld. Von 620 auf 1225 Höhenmeter.

Das bei Temperaturen um die vier Grad. Das fahre ich dann doch lieber bei höheren Temperaturen 😣

Das war für heute auch der dickste Brocken, den wir zu bewältigen hatten.

Verschnaufpause bei 18% Steigung
Ducati im „Skigebiet“

Runter nach Mittenwald ging es über traumhafte Wege mit fantastischen Blick auf die Berge.

An der Isar
🥶 aber traumhaft schön

Es ist eigentlich kaum in Worte zu fassen und zu beschreiben. Das muss man selbst erlebt haben!

Dazu bei dem Wetter, einfach traumhaft. Da werden wir noch einmal so richtig für unsere Anstrengung belohnt.

In Garmisch eine Aufwärmpause in einem Café.

Auch die anschließende Tour abseits der großen Straßen …. 🥰

Nach fünfzehn Uhr kam aus dem Norden eine riesige „Wolkenwand“ in Form von Nebel auf uns zu gerollt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schlagartig wurde es so richtig 🥶. Sonne gab es schon, bedingt durch die blockierenden 🏔️, nicht mehr.

So haben wir die nächste Möglichkeit für eine Unterkunft gesucht und in Grafenaschau in einer kleinen privaten Herberge mit Café eine gefunden.

Sie mussten erst noch ein Zimmer herrichten. In der Zwischenzeit haben wir Familenanschluss gefunden bei der kleinen Marissa 😁 (Oma und Mama waren im Café eingebunden).

Mit einer Kleinigkeit zum Essen und 🍻 dazu, haben wir die Zeit überbrückt und mit der kleinen Marissa viel Spaß gehabt.

68,6 km und 1110 Hm

Tag 193

Es war recht frisch heute Morgen bei fünf Grad, dafür aber wieder sehr sonnig.

Nachdem wir uns aus dem Ort raus bewegt haben, ging es moderat von den Höhenmeter weiter.

Leider führte der Radweg immer wieder relativ weit weg von der Straße über zum Teil doch heftige „Rampen“. Das machte es sehr schwer.

Die letzten Kilometer führte der Weg entlang der Straße bis zum Brenner.

Dort ging es nach einer Kaffeepause hinunter auf der B181 bis Matrei. Dort haben wir nach einer Aufwärm- und Teepause die Bundesstraße verlassen und sind über die Dörfer nach Innsbruck.

Auch da gab es wieder einige heftige „Rampen“. Die wunderbare Aussicht hat uns entschädigt.

Kurz vor Innsbruck ging es in Serpentinen bei durchschnittlich 10% Gefälle abwärts. Wir mussten wieder eine „Abkühlpause“ für die Bremsen machen. Die hat, dank der niedrigen Temperaturen, nicht lange gedauert.

In Innsbruck nochmals eine Aufwärmpause, bevor es zu unserem heutigen Ziel in Zirl ging.

Eine wirklich sehr schöne und tolle Tour mit einem fantastischen Blick auf die Berge.

Morgen früh wird es gleich wieder richtig zur Sache gehen, wenn wir die Berge in Richtung Deutschland bezwingen wollen.

67,9 km und 903 Hm

Tag 192

Heute morgen ist es knapp über dem Gefrierpunkt. Die Luft ist kalt und der Himmel strahlend blau.

Als wir gegen halb elf losfahren, hat die Sonne es schon geschafft die Temperatur auf neun Grad aufzuwärmen.

Brixen ist schnell erreicht.

Nach Vahrn wurde es wieder abenteuerlich. Der Radweg zum Brenner wurde durch einen kleinen Ort mit steilen Rampen und „Wanderwege“ geführt. Ich war hin und hergerissen, da Komoot eine andere Strecke vorgeschlagen hat.

Wir haben uns für den bisher toll ausgeschilderten Radweg entschieden.

Ein 😣 FEHLER. Nachdem wir uns gequält haben … kommen wir an eine Strassensperre.

Also wieder zurück und doch die Komoot Tour genommen. Die hat genau diesen gesperrten Abschnitt umfahren.

Vollsperrung

Tja, so ist das Leben.

Danach ging es auf und ab mit zum Teil heftigen Rampen über 20% Steigung. Und das bei knapp neun Grad. Das saugt die Kräfte regelrecht ab 😣

Die Senken im Schatten (auch die Wiesen) waren gefroren. Da mussten wir sehr aufpassen … war verdammt glatt.

In einem Hotelrestaurant haben wir uns aufgewärmt, etwas gegessen und heiße Getränke genossen.

Da haben wir uns entschlossen, nur noch bis Sterzing zu fahren. Ein Hotel gebucht und die letzten knapp 17 Kilometer in Angriff genommen.

Kurz vor Sterzing

Es reicht für heute.

49,6 km und 845 Hm

Tag 191

Nach einem tollen Frühstück haben wir uns langsam auf den Weg nach Bozen gemacht.

Dort haben wir uns in einem Sportgeschäft mit ein paar Klamotten für die kühleren Temperaturen eingedeckt.

Im Anschluss noch ein Getränk und ein wenig in der Sonne sitzen, bevor es in die Berge geht. Ohne Sonne ist es schnell kühl.

In den Tälern im Schatten ist es auch nur noch einstellig von den Temperaturen her.

Jetzt wird es langsam Zeit, die Sandalen gegen festes Schuhwerk zu tauschen.

In Klausen haben wir eine tolle Unterkunft gefunden, dort sehr lecker gegessen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

63,2 km und 548 Hm

Tag 190

Wieder ein sonniger Tag bei morgendlichen sieben Grad Celsius um acht Uhr.

Nach dem Frühstück ist die Sonne schon über die Bergspitzen gestiegen und die Temperatur hat gleich um zwei Grad zugelegt.

Kurz vor zehn sind wir wieder auf der Straße und nach wenigen Minuten auf dem Radweg entlang der Etsch in Richtung Bolzano unterwegs.

Da wir am gestrigen Tag durch die Umfahrung des Erdrutsches viele Kilometer mehr gefahren sind ohne voran zu kommen, wollen wir heute versuchen bis Bozen zu kommen.

Durch einige Baustellen 🚧 auf dem Radweg werden es dann doch wieder mehr Kilometer.

Auch Absperrungen auf dem Radweg können uns nicht stoppen
Südtirol ist erreicht
Noch ist nicht alles abgeerntet

Da die Sonne durch die Berge rundherum schon vor ihrem Untergang das Etschtal verlässt, sinkt die Temperatur sehr schnell und es wird richtig kühl.

So entschliessen wir uns für einen Stopp und werden in Margreid an der Weinstraße fündig.

Das Hotel ist super und das Essen auch!

Nachdem wir uns gestärkt haben, planen wir noch die morgige Tour mit Zwischenstopp in Bozen.

Dort wollen wir uns mit ein paar wärmeren Klamotten zum Radeln eindecken.

101,6 km und 400 Hm

Tag 189

Heute geht es wieder weiter in Richtung Rovereto entlang des Gardasees.

Der Tag fing schon nicht so gut an. Die geplante Fähre in Moderno haben wir um ein paar Minuten verpasst, weil es eine Baustelle 🚧 auf der Strecke gab. Da haben wir viele Minuten verloren.

Am 03.11. war der Sommerfahrplan obsolet. Bedeutet: wir durften eine Stunde warten.

Die haben wir uns in einem Café direkt am See vertrieben 😊

Danach durften wir uns die Berge hoch kämpfen. Nach wenigen Kilometern mit bis zu 18% Steigung ging es hinunter an die Etsch und durch Weinanbau. Sehr schön.

Echter 🤦🏼‍♂️

Leider gab es eine Vollsperrung der SS11 und des Radweges wegen eines Erdrutsches. Leider gab es auf dem Radweg keine Hinweise dazu. Auf der Autostrasse dagegen schon. Viele Höhenmeter und mehr als 14 Kilometer umsonst gefahren. Da es keine gute Alternative für uns gab, mussten wir einen großen Bogen zurück fahren um auf die andere Seite der Etsch und auf die SS12 zu gelangen.

Wie man gut an der aufgezeichneten Tour erkennen kann.

Echt ein Sch…., dass mal wieder nicht an die Radfahrenden gedacht wurde.

Bei Rivalta konnten wir wieder auf die für uns richtige Seite der Etsch zurück. Mittlerweile wird es doch deutlich kühl und wir haben beide keine Lust mehr. Eine Herberge ist schnell gefunden.

Jetzt ein wenig erholen, die morgige Tour planen und nachher noch etwas essen gehen.

76,6 km und 1138 Hm

Tag 186

Auch hier hat der Herbst Einzug gehalten. Morgens Bodennebel bei knapp 12 Grad. Dafür gibt es aber weiterhin blauen Himmel.

Leider führte der erste Teil der heutigen Tour über sehr belebte Straßen mit dem entsprechenden Verkehr.

Das war schon anstrengend.

Danach wurde es wieder ländlicher mit vielen Feldern, auf denen zum Teil noch immer fleißig geerntet wurde.

Vom Profil war die Tour heute eher eine für die „Grundlagenausdauer“ 😁. Sie hat nur nicht so viel Spaß gemacht wie die gestrige. Dafür war sie zu unharmonisch. Man kam nicht in den „Fluss“ …

In Romano di Lombardia haben wir uns eine Unterkunft gesucht, obwohl es erst kurz vor vier war. Wir hatten für heute beide keine Lust mehr.

Es hat mehrere Anläufe gebraucht, bis wir fündig geworden sind. Dort haben wir auch das letzte Zimmer ergattert ☺️

Die anderen Unterkünfte waren entweder ausgebucht oder geschlossen.

Nun ja … manchmal braucht es auch ein bisschen Glück.

75 km und 264 Hm

Tag 185

Bei strahlend blauem Himmel sind wir kurz nach zehn auf die Piste. Es ist sehr diesig, Berge und Hügel sind im Dunst nur zu erahnen.

Durch den Nebel steht die Luft quasi, mit all den „Abgasen“. Das macht doch ein „Gschmäckle“ auf der Zunge und das atmen ein wenig anstrengender.

Dafür ist die heutige Strecke einfach nur sehr schön und mit wenig Verkehr.

Die Luft riecht schon sehr herbstlich und auch hier fangen die Bäume an, ihr Blätter zu verlieren.

Mit zwei Pausen als kleine Erholung für die Beine, sind die 91 Kilometer heute gefühlt sehr leicht gewesen.

Eine Unterkunft haben wir schnell gefunden. Jetzt heißt es frisch machen, einen kleinen Check des Rades und dann etwas zu essen 😊

91,1 km und 290 Hm