Tag 48

Es war eine ruhige Nacht. Die Gardine vor dem Fenster am Morgen verdeckte die brutale Realität … 🙈
Es war am schütten 🌧️🌧️☔️

Also haben wir die Gelegenheit genutzt und sind einkaufen gegangen. Am Vorabend haben wir einen Decathlon Store gegenüber vom Hotel entdeckt.
Fündig sind wir auch geworden.

So sind es jetzt mehr Sachen anstatt weniger.

Fündig geworden 🤗

Landschaftlich hätte es auch Holland sein können. Sehr weites flaches Land mit Wiesen, Äckern und den Deich auf der rechten Seite 😁 Immer wieder durchbrochen mit Blick auf Strände und Küste.

und Naß ist es

Mittlerweile ist es trocken geblieben. Die letzten kleinen Schauer waren zwar heftig, dafür aber nur wenige Minuten lang. Immer noch stark bewölkt haben wir uns durch eine schöne Landschaft „gekämpft“.

Westlich von Beauvoir-sur-Mer war die Landschaft durchzogen von Gräben, angelegten Teichen mit sehr wenigen Straßen und Wegen. Komoot meinte uns mitten hindurch führen zu können mit einer Radroute. Da wäre ich zum Teil nicht mal zu Fuß gegangen 🤷🏼‍♂️ also einige Kilometer „umsonst“ gefahren.

In Saint-Jean-de-Monts konnten wir unsere ursprüngliche Tour fortsetzen. Dazu mussten wir das Rad durch eine „Zone“ schieben. Wir dachten, wir sind auf Malle am Ballermann

Ballermann auf Französische Art

Von hier waren es nur noch knapp 15 km bis zu unserem gewählten Ziel für den heutigen Tag. mit dem stabilen Wetter sind wir weiter … und haben es nicht bereut 🤗

Abendstimmung

Das Hotel direkt am Strand und Meer 🌊

In einem Italienischen Restaurant lecker gegessen mit einem abschließenden Abendspaziergang von über 6 km. Wir können halt nicht anders ☺️

Die heutige Strecke mit 78,04 km und nur 256 Hm

Tag 47

Hier weint der Himmel leichte Tränen, weil Gunnar und Björn wieder fort sind.

In Saint- Nazaire machen wir erst einmal eine Pause mit leckerem Kaffee, handgemacht und nicht nur aufs Knöpfchen drücken.

Danach blieb es trocken. Wir sind an den Schiffswerften ( zwei Kreuzfahrtschiffe im Bau), eins von MSC-„World America“

… und kurz danach an einer Airbus Einfahrt vorbei 😁

Dann hieß es: die Loire Mündung in 60m Höhe zu überqueren. Dafür mussten wir den Pont de Saint-Nazaire auf einer schmalen, aufgemalten „Radspur“ befahren. Was für ein Glück ist heute Sonntag und damit das Verkehrsaufkommen relativ niedrig 😅

… wir beim fotografieren des Pont de Saint-Nazaire

Die restliche Tour war sehr entspannt und führte zum großen Teil sehr dicht an der Küste entlang mit leichten Wellen von Auf und Abs 🤗

🙈 … schon in Pornic. Einen Moment auf einer Bank gesessen, dem Treiben zugeschaut. Der Himmel klarte teilweise auf und zeigte seine blaue Seite.

Die heutige Unterkunft in nur noch 1,8 Kilometer Entfernung angefahren, uns kurz tief in die Augen geschaut ☺️ und uns entschieden. Hier bleiben wir die Nacht.

Nach der langen Zeit ohne Radfahren ging es heute wieder sehr leicht und beschwingt auf die Strecke. Es war mal wieder ein toller Tag, auch wenn es ab und an zu feucht für meinen Geschmack war.

Heutige Strecke mit 69,26 km und 507 Hm

Tag 46

Mittlerweile ist es hier sehr windig geworden, zum Teil mit schon fast sturmartigen Böen. Das treibt die Wolken schnell über den Himmel. So wechseln sich sonnige Phasen schnell mit kleinen Schauern ab.

Wir haben uns entschlossen, den nächsten Ort, Guérande mit einem alten ummauerten Stadtkern aufzusuchen. Da das Wetter nicht so stabil war, haben wir die Strecke mit dem Auto zurückgelegt.

Netter kleiner Stadtkern, in dem auch noch eine Art Wochenmarkt stattfand. Dort wurden die verschiedensten Lebensmittel angeboten. War doch sehr gut besucht. Ist ja auch Wochenende.

Leider, leider ist die Zeit erbarmungslos 😳

…. und es geht der Samstag langsam dem Ende entgegen und damit ist auch quasi die „Besuchszeit“ zu Ende.

Unsere „Gäste“ bereiten sich auf die Rückfahrt mit einer Siesta vor.

Wir nutzen die Zeit und gehen nochmals runter in den Ort und an den Strand. Der heftige Wind wird sehr aktiv von vielen Wassersportlern genutzt.

Kurz vor 20h scharren Gunnar und Björn mit den Füßen. Eine letzte Verabschiedung ….

…. und weg sind die beiden.

Wir wünschen euch beiden eine gute Heimfahrt. Bleibt bitte „heile“.

Es war wirklich großartig, dass ihr uns besucht und diese Strapazen in Kauf genommen habt. Vielen, vielen herzlichen Dank für euren Besuch! 🫶

Tag 45

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es in den Ort und an den Strand, auch wenn das Wetter ein wenig launisch war …

In Le Pouliguen haben wir eine kleine Kneipe gefunden „Moustache“ …
Bierchen und Wein, nach ca. 7,5 km und den vereinzelten „Huschen“, haben wirklich lecker geschmeckt. Für den kleinen Hunger gab es „Muschelpaste“ (…den Inhalt möchte ich nicht im Detail wissen).
Den dreien hat es jedenfalls bestens gemundet.

So langsam waren wir die letzten Gäste … und wurden höflich rauskomplementiert. Natürlich waren wir mal wieder über die „Essenszeit“ hinaus, es war bereits nach 15h. Da wird in den meisten Restaurants selbst eine Ruhepause eingelegt. Also ging es nach Empfehlung des Wirtes zurück in Richtung der Hafenpromenade, dort sollte es noch ein Lokal (welches auch noch Essen anbietet) geben.

Wir hin …. und?! Natürlich keine warme Küche mehr
Dafür haben wir eine kleine Lokalität mit einer sehr netten und geschäftstüchtigen älteren Dame gefunden. Vielmehr: SIE hat uns gefunden. Sie hat unsere hungrig wirkenden Blicke sofort richtig gedeutet und hat uns gleich auf die Terrasse gelotst.

Zurück von unserer großen Runde von immerhin fast 12 km haben wir uns noch ein leckeres Abendessen verdient.

Mitgebracht und angerichtet von unseren „Gästen“. Dazu gab es eine Art Couscous- und Nudelsalat.

Tag 44

🕒 …. Ankunft steht kurz bevor

…. von den beiden Verrückten kurz vorm Ziel🫶

Wir haben uns in der Zwischenzeit (bis zur Ankunft von den beiden) ein wenig in La Baule umgeschaut und haben uns die Pause gegenüber vom HBF La Baule verdient.

Bahnhof

ENDLICH …. sind die beiden angekommen.

Tag 43

1️⃣😁

Gegen 10:30h haben wir uns wieder aufs Rad geschwungen und sind mit einen blau-weißen Himmel in einen neuen Radeltag gestartet.
Diesmal haben wir viele Kilometer durch Naturschutzgebiete vor uns. Damit auch wenig Autoverkehr und sehr viel kleinere Straßen und Wege. Das ist viel entspannter als der gestrige hektische Tag.

Den ersten Halt haben wir in Surzur gemacht, da mir der Duft von einer Boulangerie in die Nase stieg und wir noch nicht gefrühstückt hatten. Es gab ein lecker belegtes Sandwich, Croissants und andere kleine Leckereien. Auf einer Bank (vor einer Kirche im Zentrum), um die eine Art Kreisverkehr verlief, saßen wir und haben uns amüsiert. Da zum Teil mehrfach dieselben Autos herumfuhren. Wir mussten beide lachen und fühlten uns wie in einem Peter Sellers Film …

In Muzillac gab es die nächste Pause mit Bier und Café 🤗. Ich musste ja noch „fahren“

Es wurde zum Teil abenteuerlich durch eine kleines Biotop, welches zwar als Radweg ausgezeichnet war, wir mit unserem Rad aber ganz schön „zaubern“ mussten, um überhaupt dort durchzukommen. Aber es ist alles gut gegangen und das Rad ist auch heile geblieben.

Mal ein breiteres Wegstück

Die Unterkunft bezogen, in der wir gemeinsam mit dem Besuch aus D die kommenden Tage verbringen werden.

Terrasse
Auch das Rad ist sicher untergebracht

Insgesamt war es eine schöne Strecke mit 69,65 km und 555 Hm 🤔

69,65 km und 555 Hm

Tag 42

… beginnt wolkenlos bei knapp 14 Grad

2️⃣😁🤟🏼

Pause in Auray an einem Coffee Shop (nur Café) … und einem Nutella Muffin 🤤

das nenne ich mal einen BIG Café Latte 🤗

Danke Gunnar für den Hinweis mit der Kommentarfunktion. Seit einem Update seitens WordPress ist das seit Tag 26 „abgeschaltet“ worden, obwohl es in den Einstellungen noch immer aktiv ist.

Über eine abseits führenden Radweg kommen wir völlig überraschend am Pont suspendu du Bono raus 😳

Was für eine tolle Konstruktion.

An insgesamt 6 Drahtseilen ist diese Brücke hängend befestigt
… kleine Schwingungen sind zu spüren
Die Brücke für den Kfz-Verkehr ist langweilig 🥱

Die letzten Kilometer sind gruselig gewesen. Viel Verkehr nach und aus Vannes und keine Radwege. Waren wieder Situationen dabei … da hätte ich gerne Steine geworfen. 👿

Aber dafür ist unsere heutige Unterkunft sehr ruhig. Ausser 🦗 und Vogelgezwitscher keine Geräusche. Eine Wohltat für die Ohren und das Gemüt. Der viele Lärm und der Verkehr haben mich ganz schön mitgenommen.

Die heutige Strecke:

68,39 km und 575 Hm

Tag 41?!

Sind es wirklich schon 41 Tage seitdem wir uns auf den Weg gemacht haben?

Ich habe es schon mal erwähnt, dass das Gefühl für „Wochentage“ schwindet. Mittlerweile ist es komplett weg 😁 was für ein Glück gibts Handys.

Heute verlassen wir Lorient in Richtung der Halbinsel Quiberon, wo wir eine Nacht verbringen werden. Zwar müssen wir den Weg teilweise wieder zurück …. aber wir haben es ja nicht eilig. Haben keine Termine mehr.

Das stimmt so nicht ganz …

Wir haben einen GANZ TOLLEN TERMIN 😄

Wir bekommen Besuch aus der Heimat und werden ein paar Tage gemeinsam im Süden Frankreichs verbringen. Okay, Süden ist nicht richtig, ich weiß (da München fast auf dem gleichen Breitengrad liegt) … dann eben an der Westküste mit all den Wetterkapriolen und Auswirkungen der Biskaya.

GUNNAR und BJÖRN, ihr seid der Hammer und auch ein bisschen verrückt 😜

Aber wir freuen uns RIESIG … mit jedem Tag, wo der Termin näher kommt, mehr.

3️⃣ 😄

Angekommen in unserer heutigen Unterkunft an der Südspitze der Halbinsel Quiberon, kann ich die heutige Tour mit vielen Worten und Eindrücken beschreiben.

Obwohl es sehr bedeckt war und es teilweise nach Regen ausgesehen hat, ist es trocken geblieben. Die einzige Brückenquerung war Pont Lorois.

Blick vom Pont Lorois

Davor haben wir eine tolle Gegend mit vielen Wäldern, die zum Teil sich selbst überlassen waren, durchfahren. Es folgten große Naturwiesen, deren „Geruch“ süß und schwer in der Luft hing.
Nach Erdeven wurde die Landschaft schon etwas karstiger. Plurhanel haben wir links liegen lassen.

Da wechselte sich das Landschaftsbild noch einmal drastisch.
Weite Dünenlandschaften, zum Teil nicht natürlichen Ursprungs (Hinterlassenschaften des Atlantikwalls aus dem WWII).
Mit dem charakteristischen Bewuchs von flachen Büschen und Bäumen, die dem starken Wind trotzend, nur eine Wuchsrichtung kennen. Das ist „meine Landschaft“, wie ich (der Fischkopp von der Küste) sie von Kindheit an kenne und liebe.

Kurz vor dem Übergang zu der eigentlichen Halbinsel gab es einen riesigen Strand in Breite und Länge. Bei dem sehr starken Wind waren viele Kitesurfer unterwegs. Tolle Aktion, wie diese meterhoch durch die Luft bei ihren Wendemanövern segelten.

Und die Strandsegler erst, die mit waghalsigen „Stunts“ (bestimmt mit mehr als 70 km/h) ihre Kisten am Boden halten mussten.

Nach einigen Kilometern auf der Halbinsel änderte sich die Küste und die Sandstrände wurden von einer felsigen zerklüfteten Küste ersetzt. Der starke Wind, die Brandung und der Geruch erinnerte mich stark an Helgoland. Auch die Fusswege entlang der Klippen sind ähnlich.

Nur die Küste war hier etwas niedriger.

Eine wirklich sehr schöne Tour mit „nur“ 54,08 km und 407 Hm.

Strecke Tag 41 mit 54,08 km und 407 Hm
Abendspaziergang
…. gleich ist‘s vorbei

Tag 40

Nun geht es endlich wieder mit dem Rad los.

Strahlender ☀️, leider ist es für ein entspanntes fahren doch etwas zu windig. Das Auf und Ab ist normal schon genug. Tja, man kann nicht alles haben 🤷🏼‍♂️

Zügig geht es aus Concarneau raus. Eine erste Pause nach einer Stunde in einem gemütlichen Café in Pont-Aven.

Man beachte das Wandgemälde und die Info dazu

Das Centre de Ville ist gut besucht. Bietet wohl einige Sehenswürdigkeiten. …. Na klar, hat wohl jeder gewusst. Künstlerkolonie um Gaugin Ende des 19. Jahrhunderts.

Endlich mal strahlend blauer Himmel 😎

Wat‘n Strand. Einfach nur herrlich

Am Plage de Pont Blanc-Kerroch hat sich eine Gruppe Taucher bereit gemacht 🤿

Wir nähern uns einer „Großstadt“, die ganzen Strände sind sehr gut besucht und damit auch viel parkende Autos mit dem entsprechenden Gedrängel … erinnert ein wenig an Blankenese. Mit einigen extra Schleifen, um dichter an den Stränden entlang zu fahren, sind es doch wieder 67 km und 666 Hm geworden.

67 km und 666 Hm

Zimmer bezogen, frisch gemacht und ab ins „Zentrum“. Haben einen Sushi Restaurant gefunden … es gab französisch angehauchtes Sushi. Anders, aber auch lecker 😊

Jetzt noch ein kleiner Spaziergang … und den schönen Tag entspannt ausklingen lassen.

Tag 39

Heute der letzte Tag in Concarneau. Ausgeschlafen haben wir uns auf den Weg zu einer Bäckerei gemacht. Dort haben wir tatsächlich mal ein leckeres Brot gefunden und uns aufschneiden lassen.

Also kurz entschlossen wieder zurück in die Wohnung und uns ein leckeres Frühstück mit wirklich leckeren Brot gemacht.

Danach ging es für mich an den Check des Rades, damit wir morgen früh wieder losfahren können. Michaela hat sich in die Stadt begeben, um in der Zeit ein wenig mehr die Umgebung zu erkunden.

Beim Check habe ich eine weitere gebrochene Speiche entdeckt. Sie hatte sich nicht durch Geräusche oder irgendwie anders bemerkbar gemacht. Sie saß auch noch relativ fest. Erst durch den manuellen check und putzen jeder einzelnen Speiche, ist es mir aufgefallen. Also schnell gewechselt und den Radlauf anschließend geprüft.

Alles wieder in Ordnung für die morgige Tour.

Ketten brauchten auch wieder etwas Pflege.

Danach ging es für uns beide noch ein letztes Mal durch die alte Stadtfestung, spazieren gehen und ein kleines Café aufgesucht. Crêpes, Cappuccino für mich und ein Cidre für Michaela.

Den Abschluss machte ein Restaurantbesuch bei einem französischen „Thai“. Essen war überraschend gut.

Jetzt heißt es wieder: Sachen verstauen und vorbereiten für die morgige Fahrt.