Tag 88

beginnt ähnlich wie der gestrige Tag aufgehört hat … mit Nebel.

Ganz mystisch die Umgebung. Man kann das Meer zwar noch hören und riechen, aber zu sehen ist es nicht. Dadurch ist es auch merklich kühler geworden. Wir haben den morgen gerade mal 17 Grad. Gegenüber den weit mehr als 30 Grad die letzten Tage ist es spürbar kälter geworden.

Aber …. warten wir mal ab. Die Sonne wird es schon schaffen.

im Hintergrund sollte eigentlich das Meer zu sehen sein

Also los ins Ungewisse … 🤗

Mal sehen was der Tag so bringt.

Es werden viele Kilometer über kleines Kopfsteinpflaster. Soviel ist schon mal verraten. Das Rad und auch wir leiden. 😣

Bei Esposende erste Pause an einer Bar direkt vorm Strand. Erst ein Kaffee für mich und dann zwei 🍻 🤗. Die Sonne kommt so langsam in Gang. Der Himmel ist teilweise schon wieder blau. Der Strand ist noch nicht ganz klar.

Nebel noch nicht ganz weg
… hier steht man auf „Zelte“

Weiter geht’s auf einem guten Radweg eine ganze Zeit lang …

Wir fahren quasi vor der Sonne immer noch im Nebel. Als wir bei einer weiteren Pause die 5.000 Kilometer gebührend mit einem Foto gewürdigt haben, schafft es die Sonne auch hier den Nebel ein wenig zu lichten.

5.000 Kilometer (immer noch nebelig)
Uns geht’s gut. Hinter uns im Nebel liegt das Meer 😁

Mal wieder viele Kilometer später über Kopfsteinpflaster und an Gemüseanbau vorbei, eine Pause zur Stärkung mit etwas zu essen und 🍻

Auch in Aguçadoura ist alles geschmückt.

So langsam nähern wir uns wieder den größeren Orten.

Die Häuser werden höher (und hässlicher) und der Verkehr nimmt zu. Der Strand zur rechten ist noch immer sehr schön und abwechslungsreich.

Auch hier in den größeren Städten ist viel geschmückt und es gibt viele Bühnen, auf denen zum Teil schon Darbietungen stattfinden. Man merkt, einen Grund zum Feiern gibt’s genug.

Leider nimmt mit dem ganzen auch immer mehr der Autoverkehr zu und damit werden wir zum ersten Mal seit langem wieder angehupt, mal nicht als Begrüßung, und beschimpft (wir fahren auf einer Straße die den Autos „gehört“).

Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis Porto. Wir schauen uns an und sind uns einig. Darauf (Großstadt) haben wir beide kein Bock 😒.

Da es mit Strand und Hotel/Unterkunftfinden nicht so leicht wird wie gestern … fahren wir in Richtung Porto Flughafen. Dort rundherum ist die Hoteldichte höher 🤗

Wir werden schnell fündig für wenig Geld, das Rad bekommt einen eigenen Platz in einer „Garage mit Stromanschluss“

Kleinigkeit essen gehen in einem Restaurant mit toller einfacher unverfälschter portugiesischer Küche. Super 👍🏼

61,11 km und 536 Hm

Tag 87

… früh wach geworden und ein wenig verwirrt über die unterschiedlichen Zeiten vom Telefon und der Armbanduhr 🤗🤪

Bis ich denn realisiert habe, dass das Telefon sich zeitweise im Spanischen und dann wieder im Portugiesischen „Netz“ eingebucht hat. Deswegen die unterschiedlichen Zeiten.

Auf jeden Fall sind wir früh los gefahren. Wir wollten der möglichen Wärme zuvor kommen.

Die Tour ist einfach nur toll!

Nein, das beschreibt es nicht. Sie ist seit langem das beste was wir erfahren haben. Über 20 km am Rio Miño entlang auf gut ausgebauten Radwegen bis zur Küste. Wirklich sehr schön!

ENDLICH PORTUGAL 🇵🇹

Alleine der „Einstieg“ ist das beste was wir bisher erlebt haben.

entlang des Rio Miño

Die Küste hier ist wieder ganz anders. Der Verkehr hält sich in Grenzen und wir werden nach wie vor immer wieder hupend und winkend gegrüßt 🤗

Wieder an der Küste hat der Wind aufgefrischt und es ist dadurch auch nicht mehr so warm geworden. Es ist gut auszuhalten. Wir haben Rückenwind und stellenweise (im flachen) brauchen wir noch nicht einmal pedalieren.

… auch wir fahren wieder einige Kilometer auf dem Pilgerweg
eine andere Art des Reisens

Schnell haben wir Viana do Costello erreicht. Bei einer Pause mit Kaffee und Pasteis de Nata haben wir uns nach Übernachtungsmöglichkeiten umgesehen. Hier in der Stadt gar nicht so einfach. Alles sehr übertrieben überteuert, wahrscheinlich der vielen Touristen geschuldet.

Dazu keine Parkmöglichkeit fürs Rad. Ein weiteres Ausschlusskreterium.

Wir entscheiden noch ein wenig weiter zu fahren, da es sowieso erst halb drei ist. Ein paar Kilometer ausserhalb der wuseligen Stadt biegen wir in den nächsten kleinen Ort ab.

Amorosa, wieder ein echter Glücksgriff mit einem kleinen Hotel. Zimmer mit Balkon und Meerblick (knapp 50 Meter entfernt). Auch das Rad bekommt einen sicheren Parkplatz 👍🏼.

Beeindruckende Küste

Das Essen im Hotel … 😊. Tolle Küche, einfach und unverfälscht.

…leider ein etwas verhinderter Sonnenuntergang
65,25 km und 430 Hm

Da an diesem Tag keine echten Berge dabei waren (seit gefühlt wirklich langer Zeit), sind uns die angesammelten 430 Höhenmeter überhaupt nicht aufgefallen. Teilweise fühlte es sich an, als würden wir zum Beispiel am Elberadweg entlang fahren. Wenn sich nicht zwischendrin die portugiesischen Fischer lautstark an der einen oder anderen Stelle am Rio Miño unterhalten hätten und natürlich immer wieder auch hier die auffälligen Eukalyptusbäume, die es bei uns so nicht gibt.

Rundum ein sehr schöner und entspannter Tag.

Portugal … wir lieben 🫶 dich.

Tag 86

… beginnt ausgeruht mit einem guten Frühstück mit einem schönen Blick über die umliegende Landschaft bei immer noch strahlend blauen Himmel. Der Wind hat etwas zugenommen.

Gleich bekommt das Rad noch seine tägliche Pflege 🤗 … und danach werden wir prüfen, ob der „Backofen“ die Luft auf richtige Temperatur gebracht hat und uns nach draußen begeben.

Tag 85

Die Nacht war für mich eine ohne echte Erholung. Konnte nicht schlafen. Habe mehrfach am offenen Fenster auf den Hafen geschaut und dem doch geschäftigen Treiben zugeschaut.

Um und bei sind da knapp 3,5 Stunden an 😴 zusammen gekommen.

Michaela hat am Morgen einen Kaffee besorgt und so sind wir relativ früh gegen 10:30h los. Es war noch erträglich mit den Temperaturen, trotz der Stadt. Aber wir mussten gleich kräftig in die Pedale treten. Es ging so richtig hügelig raus in einen steilen Berg hinein. Das war auch der einzige für heute.

Davor noch eine Pause mit Kaffee und Croissant.

Heute haben wir uns wieder auf kleinere Wege eingelassen. Das war auch ein echtes Highlight. Wir sind ein Teil mal wieder auf dem Jakobsweg geradelt. Über Stock und Stein …

Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Teil über ca. 150 Meter nur noch über einen schmalen Steinpfad neben einem kleinen Bach. 🥳😳

Bin das abgelaufen, für uns mit dem Rad nicht machbar. Nebenan ging es über „Wiesen“ … versuchen wir.

Aber …. kurz vor dem Ende des „Steinpfades“ ein Schlammloch. Natürlich sind wir stecken geblieben. Ich habe meine Schuhe auf den trockenen Boden geworfen. Michaela konnte noch absteigen ohne in den Schlamm zu müssen.

Ich rein in den Schlamm (fast bis zu den Knien) … mit viel Glück und Kraftanstrengung das Rad wieder frei bekommen.

Danach den Bach durchqueren. Was für ein Glück ein Bach mit kräftig fließendem Wasser…

Da konnte ich das Rad gleich wieder vom Schlamm befreien. Die Aktion war nicht ganz „ungefährlich“, da die Stechfliegen 🦟 eine Nahrungsquelle aufgetan haben 😳. Es war kein einfaches Unterfangen das Rad vom Schlamm zu befreien und gleichzeitig die 🦟 abzuwehren. Eine hat mich dann doch noch erwischt.

Der Rest des Weges war fast normal befahrbar. Es gab noch eine Stelle mit einer „Steinbrücke“ und einer „Vereinzelungsanlage“ aus großen Granitblöcken. Die wurde aber mit Hilfe von Jakobswanderern gemeistert. Ansonsten hätte ich alles Gepäck abnehmen müssen und versuchen das Rad da irgendwie rüber zu bringen.

So kamen wir glücklich über das Abenteuer in Tui an. Pause …. vor der Sonne und der Hitze und der Anstrengung 🥵

Nur noch viereinhalb Kilometer vor unserem heutigen Ziel. PORTUGAL 🇵🇹

Weiter ging es über kleine Straßen an den „Grenzfluss“ Miño. Traumhafter Blick …. ich könnte weinen vor Glück 🥹

Ein tolles Gefühl. Fast 5000 km sind wir schon unterwegs und es ist noch immer TOLL

Und schon fahren wir über eine Brücke … und sind wenige hundert Meter in Portugal. Damit haben wir das fünfte Land erreicht! Mal schauen, welche sich noch dazugesellen werden 🤗

Ein Hotel ist schnell gefunden und gebucht. Wir machen zwei Nächte hier und hoffen auf moderate Temperaturen in den nächsten Tagen.

Auch das Rad hat einen Platz in der Hotellobby bekommen.

Nach einer Ruhepause zum Wäsche waschen in den Waschsalon. Zwei Bierchen zum Überbrücken…

Danach ins Hotel und ein wenig ruhen und sich von der Hitze erholen.

Essen gehen, einen kleinen Spaziergang durch die „Altstadt“ und noch einen Absacker im Hotel.

Fortaleza da Valença
34,36 km und 692 Hm

Tag 84

beginnt waaaarm und anstrengend …. aber auch mit einem kleinen Highlight.

Anstrengend, weil mit Autostau in die Innenstadt. Das bei der Wärme und dann auch noch Abgase 🤪😱

Highlight, weil der Optiker in der Innenstadt tolle Arbeit geleistet und Michaelas 👓 wieder hinbekommen hat. Fast wie neu. Da sind wir beide sehr zufrieden und erleichtert. 🤗

Danach mit Frischwasser eingedeckt, ein Teil wird für „Kühlung“ verwendet werden. Leider verlief die weitere Fahrt die ersten Kilometer weiterhin mit viel Autoverkehr … und Stau. Diesmal wegen einer Baustelle. 🦺

Es dauerte eine Weile bis wir uns an den 🚙 , 🚛 und 🚌 vorbei drängeln konnten. Endlich ging es wieder flott voran. Bei der Hitze, bei über 33 Grad im Schatten, war das eine Tortour.

In Pontevedra eine längere Pause. Da gab es zu den Kaltgetränken auch gleich wieder leckere herzhafte Häppchen gereicht, Brot mit Olivenöl, Knoblauch und Petersilie und Schinken. Zu meinem extra heißen Kaffee gab es Schokokuchen und eine Art Brioche. Zu liebenswert. 🫶

Wieder in die Hitze bis zur nächsten Pause nach dem letzten Berg für heute.

Bis Vigo waren es keine zwanzig Kilometer mehr. Die wollen wir noch schaffen.

Fast wie im Museumshafen von Ovelgönne

In Vigo ein Hotel direkt am Hafen bekommen, Rad in der Tiefgarage. Wir beruhigt und kaputt.

es gab nur noch eine Suite
nach der Ankunft
Blick aus der 5. Etage

Zum Abschluss für Spanien Teil 1️⃣ (letzte Nacht in 🇪🇸) noch mal lecker essen und selbst gemachte Sangria getrunken. Ein wenig habe ich mich wohl „überfressen“. Aber es war es wert

gegen 20:30h noch ein leeres Restaurant

Tag 83

Das Haus am Hang … liegt sehr ruhig. Eigentlich 🥳

In der Nacht ist es sehr windig geworden und es pfiff hier ganz schön durch die Gassen und Gärten. Leider gab es eine Grundstückstür zur Straße hin (zweiteilige mannshohe Stahltür, nicht mehr ganz taufrisch), deren normale Schließe defekt ist und deshalb mit einem kleinen Stein am Boden „gesichert“ wurde. Bloß das die meisten „Gäste“ wirklich Honks sind, die die Tür mit Gewalt aufdrücken müssen und dann nicht mehr sichern.

Tja … und dann kam der auffrischende Wind in der Nacht. Gegen drei Uhr hat es mehrfach so richtig gescheppert, dass wir davon wach geworden sind. Schlafen bei offenem Fenster und nur knapp zehn Meter entfernt hat uns die volle Dröhnung (😎🥰) verpasst. Da es nicht aufhörte … etwas übergezogen und raus, die Tür festgeklemmt.

Heute Morgen bei der Nachfrage unseres Gastgebers: wie denn unsere Nacht gewesen sei 😁

… oooh das tue ihm leid und er werde es „natürlich“ heute noch richten 🤥

Nach dem Frühstück ging es dann runter an den Strand und in Richtung Innenstadt. Dort war noch ein großer Bereich abgesperrt, auf dem es riesige Bühnen gab, die sich im Abbau befinden. Haben noch Poster für eine mehrtägige Veranstaltung gesehen. Schade, haben wir wohl verpasst.

Haben einen Optiker aufgesucht, um Michaelas verbogenes Brillengestell (Brille eignet sich nicht zum draufsetzen) richten zu lassen. Können wir morgen Vormittag wieder abholen. Er schaue mal, was er da machen kann. Das wars, keine Notiz, kein Zettel oder sonstiges. Wir sind sowas von aus Deutschland raus 🤘🏼🤗. Sie nehmen wirklich vieles leichter und wir genießen es!

…. bei Wein und Wasser im Schatten. Denn es ist ganz schön warm geworden. In der Sonne weit über 30 Grad.

Jeden Schatten nutzend sind wir erst mal zurück zur Unterkunft. Die ist durch ihr dickes Steingemäuer so kühl, als gäbe es eine große Klimaanlage ums Haus herum. Sehr erfrischend.

Ein wenig ausruhen, bevor es heute Abend (ab 20h, wir sind ja in 🇪🇸) etwas zu happern gibt, wenn die Temperatur wieder runter ist.

Tag 82

Bis auf wenige Teile sind die Klamotten wieder getrocknet. Der Rest wird während der heutigen Fahrt noch trocknen, denn die Sonne ist zurück.

Erst noch ein bisschen bedeckt…

So geht die Fahrt um die Bucht herum gut los mit schönen Bildern für den Kopf. Die Stadt aus einem anderen Blickwinkel sehen und die großen Muschelfarmen in der Bucht. So geht es einige Kilometer.

Im Hintergrund Muros

Der nächste größere Ort … 😳 Verkehrsaufkommen um das gefühlt Hundertfache gestiegen mit entsprechenden Parkchaos an den Straßenrändern. Irgendeine Veranstaltung, was wohl mit „Seifenkisten“ zu tun hat. Riesiger Platz mit Buden, Grillständen und anderem Gedöns und jeder Menge der verschiedensten Seifenkistenkonstruktionen.

… mit Seifenkiste

Mitten auf der Fahrbahn dann auch noch eine Band, die ordentlich Krach gemacht hat 😎🥳

Ein paar „Kurven“ weiter die erste Kaffeepause mit Blick aufs Wasser. Einfach schön.

1. Kaffeepause

Hinter Noia ging es beschaulicher zu und das nächste Restaurant war für uns!

Lecker Essen und trinken und dem Treiben zugeschaut. Es wurde voll, so richtig voll und laut. Hier scheint ein Treffpunkt für das ganze Dorf zu sein … und dann auch noch Sonntag.

Vom Nebentisch, einer reinen Männerrunde, kam ein Mann herüber und sprach uns an. Soweit wie möglich haben wir uns über unsere Tour, Radfahren (er habe auch mal eine große Tour gemacht) unterhalten.

Lecker gegessen

Jedenfalls war er wohl so beeindruckt, dass er unsere Getränke bezahlt hat. Kaum zu glauben 😳🥰

Danach ging es über die einzigen beiden „Berge“ für heute zu unserem Zielort. Dort werden wir eine extra Übernachtung machen. Ein Tag ohne auf dem Rad zu sitzen.

Die letzten Meter vor der Unterkunft, natürlich bergauf, fing das rechte Vorderrad an knackende Geräusche von sich zu geben 😳

Ups, Speichenbruch oder ähnliches???? Kurzer Halt, Check … Speichen noch alle heile.

An der Unterkunft angekommen, Sachen ins Zimmer und Werkzeug ausgepackt. Dann habe ich die Vorderräder komplett abgebaut, bei der Gelegenheit die Spuren von eineinhalb Jahren mit viel Regen etc. beseitigt.

Bremsscheiben getauscht (von links nach rechts …), denn das Gequietsche der linken Bremse den ganzen Tag über geht an die Substanz 🤪😱. Dabei auch bei beiden Bremssätteln die Gangbarkeit der Bremskolben geprüft. Die linke Seite ist sicht- und spürbar schwergängiger als die rechte. Nach reichlich „Gymnastil“ (vielen Dank Alexander für die Namensgebung. Ich darf sie hoffentlich verwenden) wieder alles zusammengebaut. Beim rechten Vorderrad nochmals alle Speichen kontrolliert und alle Speichennippel einen kleinen „Tick“ bewegt.

Die anschließende Testfahrt mit rasanter Abfahrt und viel Bremsen -> KEIN quietschen mehr 🍾🎊

Bei der Gelegenheit noch einen Blick auf den Strand geworfen

Auch das Belasten des rechten Rades (auf zwei Rädern rechts) … kein Knacken mehr. Mal sehen, ob es geklappt hat. Das werden wir dann wohl übermorgen sehen, wenn wir uns mit allem Gepäck wieder auf den Weg machen.

Mittlerweile ist es auch schon 20:30h und ich mache mich frisch und dann noch ein wenig chillen 😎

Terrasse unserer Unterkunft
Schön 🥰 Ähnliche Pflanze haben wir auch, bloß noch nie blühen gesehen
70,75 km und 1187 Hm

Tag 81

Das war wohl zu viel Sonne die letzten beiden Wochen, denn heute morgen war das Rad noch Regennass.

Es war sehr bedeckt aber trocken als wir endlich gegen Mittag losgefahren sind. Natürlich mussten wir uns wieder von der Küste von Meeresspiegelhöhe auf den „normalen Level“ hocharbeiten. Ruckzuck haben wir wieder 150 Hm in den Beinen, bevor wir auch das erste Mal jammern konnten 🥳

Das hat nicht gereicht, denn es fing an zu regnen. Erst leichter Nieselregen, der sich zum echten Schietwetterregen entwickelt hat … und bis kurz vor 16h durchgehalten hat. 😳🥳

Kaffee getrunken und alles was an „wärmenden“ Klamotten in Griffweite war angetüdelt

Hände und Finger waren vom Wasser schon ganz schrumpelig und eher von weißer Färbung. Nicht mehr viel Leben drin.

Leider hat man durch die tief hängenden Wolken nicht viel von der Landschaft gesehen.

Dabei hatten wir die letzten 20 km entlang der Küste ohne Berge zum Teil schöne Blicke erhaschen können. Deshalb auch keine weiteren Bilder.

In Muros angekommen, hatten wir Glück eine kleine Pension zu finden, die auch noch ein Zimmer für uns hatte. Und es klarte wieder auf.

sieht langsam wieder freundlich aus
wer hier wohl gefährlicher ist 😁

Versucht die Klamotten so zu hängen und zu drappieren, damit morgen früh hoffentlich wieder alles trocken ist.

Das Rad muss leider auf der Straße übernachten.

wenigstens untergestellt
62,55 km und 989 Hm

Tag 80

… wir wollten gar nicht mehr raus aus den Betten. So etwas bequemes hatten wir schon lange nicht mehr.

Michaela ist los und hat erst mal Kaffee besorgt 🥳🤗. Sehr schön.

Für unsere Verhältnisse sind wir recht früh, gegen 10:30h losgefahren. Himmel knallblau und nicht ein Wölkchen zu sehen. Das kann 🥵 werden.

Mit „schweren“ Beinen ging es in die „Hügel“ …

In Laxe haben wir eine Pause gemacht und wurden bei Kaffee und Wasser auch wieder mit Häppchen versorgt. Kleine sehr gut gewürzte Würstchen (ähnlich wie Chorizo) mit Brot und Kuchen. Das war ganz nach meinem Geschmack.

Wieder in die Sonne und auf die Straße.

Die nächste Pause war in einer Bar am „Ponte da Ponte do Porto„ … Sehenswürdigkeit.

Da gab es ein Bier zum abkühlen 🥳 und netter trinkfreudiger Gesellschaftlicht mit Gesprächen, nicht nur auf spanisch, sondern auch mit Händen und Füßen 🤗

Nun ging es auf nach Muxia, unserem heutigen Zielort. Der Weg dorthin führte durch ein kleines Dorf direkt am Fluss mit Sportbooten. Das Bild kam uns beiden sehr bekannt vor. Ähnliche Bilder haben wir schon zuhauf gesehen. Trotzdem immer wieder schön.

Leider konnten wir keinen direkten Weg nehmen, Strassensperrung wegen Bauarbeiten. Na toll … wieder ein paar extra Kilometer und auch noch Höhenmeter. 😥

Dafür haben wir einen schönen Blick von unserem Zimmer aufs Meer, auch wenn es heute am Wasser tolle Phänomene gab und gibt. Die wirklich kühle Luft vom Meer treibt Nebelwolken immer wieder ins Landesinnere bis hoch in die Berge

Bei Ankunft
…. Eineinhalb Stunden später

Michaela ist zum schwimmen gegangen während ich mich bei einer kühlenden Dusche erfrischt habe. Ein rundum schöner Tag.

Mal schauen, was es gleich noch zu happern gibt.

Sehr mystisch. Das Festland „gegenüber“ in Wattewolken gebettet. Erinnert mich ein wenig an THE FOG – Nebel des Grauens
Tief hängende Wolken geben den Blick auf den Mond frei
66 km und 1135 Hm

Tag 79

Wir haben einen Zwischenstopp in A Coruña vorgesehen. In Perillo gibt’s einen Fahrradschrauber, bei dem ich zur Sicherheit einen Satz Bremsbeläge für vorne kaufen will.

Die Tour bis kurz vor der Stadt war mal wieder traumhaft.

Aber die Strassenführung vor der Stadt und dann in der Stadt war schlimm. Manchmal dachte ich schon, ich hätte mich verfahren -> auf einmal mehrspurig und Beschilderung wie auf einer Autobahn.

Eine Situation war schon kritisch. Bei einer Abfahrt mit viel Schwung (um die 40 km/h) … habe ich gerade noch ein 🚳 Schild erkannt. Vollbremsung!!! und ein paar Meter zurück schieben. 😳🥳😥

Das war auch gut so. Ging in einem Tunnel mehrspurig durch die Stadt.

Radhändler direkt an einer mehrspurigen Straße, hatte eine Einfahrt zum halten. Kurzer Schnack, Kauf getätigt und ein paar hundert Meter weiter … ein komplett anderes Bild.

Strand, kleine Bucht und Restaurants 😎🤘🏼

Dort erst einmal etwas essen. Das war der Hammer!

Tiramisu

Dann hieß es: heile aus der Stadt rauskommen ohne irgendwelche vierspurigen Straßen befahren zu müssen.

Wir haben uns für Carballo entschieden und los geht’s.

Natürlich wieder mit Bergen. Aber es wurde wieder ruhiger … was den Autoverkehr betrifft. Das ist schon krass. In Stadtnähe ist es immer wuselig. Sobald man ein paar Kilometer raus ist … Autos nur noch ab und an. Für uns super angenehm zu fahren.

So vergingen die letzten Kilometer wirklich entspannt, auch wenn es langsam doch ganz schön anstrengend wird mit der ☀️

Das Hotel ist der Hammer. Super leise, trotz der Autobahn in der Nähe. Modern und klimatisiert. Zimmer toll und die Betten … nicht zu toppen!

Rad versorgt, konnten wir in einen Raum einstellen, der gerade nicht benutzt wurde.

Frisch gemacht und den Abend bei Bier und Wein in der Hausbar ausklingen lassen.

70,61 km und 1274 Hm