Tag 68

…das Bett war eine Wucht. Dafür war im Ort eine große Fete, die uns bis kurz vor 5h morgens „beschallt“ hat.

Danach konnten wir noch ein paar ruhige Stunden schlafen. Gegen 09:30h ging es zum Frühstück. Bis wir dann doch wieder reisefertig waren hat es gedauert. Was für ein Glück war es trocken und nicht zu warm. Zum Fahren waren es ideale Bedingungen.

Zu Beginn der Tour ging es nochmals durch den Ort …. in dem es wohl auch einen Umzug gegeben haben muss. Denn die Festwagen standen noch.

mich inklusive 🥳

Ein paar letzte Bilder, bevor wir den Ort verlassen.

Eine Zeit lang fuhren wir parallel zur Küstenautobahn, die wir einige Male gekreuzt haben. Mal unten durch, mal wieder drüber hinweg. Bis wir uns endlich entfernen konnten. Da wurde die Geräuschkulisse wieder „normal“.

In Laredo (schrecklich verbauter Ort) kleiner Stopp, Fotos machen ….

Tres Pescaderos
Wetterbedingungen. Wasser angeblich wärmer als die Luft

Die ein oder andere Pause auf der Tour in Bars und Cafés mit Café und Snacks …. und vielen staunenden Blicken der Einheimischen.

… und schon hatten wir die Berge hinter uns gelassen und näherten uns Santander. Wobei wir wieder extra Kilometer machen mussten, da die Routenführung von Komoot wieder mal Feldwege (die nicht mal mehr als Fussweg erkennbar waren) als Radweg bezeichnet hat. Absolut unfahrbar!

Wieder mal improvisieren und dadurch die berühmte Extra Meile fahren 🤪

So sind wir am Zielort Maliaño, kurz vor Santander angekommen.

So sind es 73,46 km und 1114 Hm geworden

Tag 67

begann sehr motiviert … die ersten Kilometer.
Dann kam🌧️🌧️🌧️🌧️🌧️🥳🥳🥳

Mit viel „innerliches Zwiegespräch und leises Fluchen“ gingen die Kilometer und Höhenmeter flott von der Kurbel 🤪

Ruckzuck waren wir in Getxo, in der Nähe der ältesten noch in Betrieb befindlichen Schwebefähre.

… sucht die Schwebefähre
Überfahrt: 1,90€ für Rad und 2 Personen

Leider hat es schon während der Überfahrt wieder angefangen zu 🌧️, dieses Mal aber so richtig heftig 😳😞

In La Arena eine kleine Pause in „La Mala Juana“ bei lecker Tappas und Kaffee (Michaela mit Wein) eingelegt. Auch wenn wir dort triefend nass auf den Stühlen gesessen haben.

alleine dafür liebe ich Spanien und die Kultur/Menschen

Jetzt wird es langsam wieder heller draußen und wir werden die nächsten Kilometer in Angriff nehmen.

Hier führt der Weg auch ein Stück direkt über den Strand.

… und es regnet nicht mehr 🥳
wenig Platz

Insgesamt war es heute eine schöne Tour, auch wenn das Wetter nicht so schön war. Die Tage der Erholung haben geholfen. Die Tour fühlte sich gar nicht so wild an 🤗

59,23 km und 1192 Hm

Tag 66

…faulenzend den Tag beginnen. Nach zwei Kaffee in die „Innenstadt“ und an den Strand.

Riesengroßer Strand von Bakio

Tag 65

ausgeschlafen bis 11:30h.

Wir waren auch wirklich kaputt 😞 von der gestrigen Fahrt. Wir haben gestern Abend noch um eine weitere Übernachtung verlängert. So konnten wir auch ungestört ausschlafen.


Gegen 12:30h einen Kaffee getrunken und ich habe mich an die „Wartung“ des Rades gemacht.

Michaela hat um eine weitere Nacht verlängert und ist dann los und hat den Ort erkundet.
Gegen 16h war das Rad fertig für die kommenden Tage 🤗. Bremsen okay. Beläge halten noch einige Höhenmeter.

Heute nur noch entspannen und den Tag genießen. Kein Rad mehr fahren heute.

19:17h und Ebbe. Ist schon schön hier

Tag 64

beginnt trocken 🤗 und mit einem guten Frühstück

Blick von der Frühstücksterrasse
einfaches baskisches Frühstück in unserer Herberge mit frisch gepressten Orangensaft und Obst

Was für ein schönes Panorama von der Bergküstenstrasse bis Lekeitio.

… und endlich wieder Café Cortado

Tour noch ein wenig angepasst. Ein paar Kilometer und Höhenmeter weniger war der Gedanke. Die Gegend ist wunderschön aber auch sehr ⛰️

Das wird die Fahrt an Spaniens Atlantikküste zu einer intensiven Berg- und Talfahrt werden lassen. Bedeutet also auch: die Streckenlänge wird wohl abnehmen.

über 420 Meter hoch

Leider war die letzte Abfahrt von diesem Berg extrem steil und von schlechter Qualität. Wir haben eine gute Stunde gebraucht für die letzten knapp vier Kilometer. Hintergrund: die Bremsen sind so 🔥 geworden, dass ich es im Fahrtwind gerochen habe. Bremsscheiben knackten vor Hitze und die Bremssättel der BIG waren auch richtig stark erhitzt. Das hatte ich bisher noch nicht erlebt. Und wir haben schon einige Bergtouren seit 2017 gemacht.

Die heutige Tour war gar nicht so lang, dafür mit vielen Höhenmeter. Wir haben einen neuen Rekord an Höhenmeter an einem Tag erreicht 🥳🏆

66,27 km und 1736 Höhenmeter

Trotzdem heil in der Unterkunft angekommen. Frisch machen und etwas essen und trinken gehen als Belohnung. 🤗

Wir haben sehr lecker gegessen und haben viel Spaß gehabt.

Freuen uns aufs Essen
Reste von lecker Burrata mit Feigen und Salat
Essen von Michaela im Vordergrund
Wir haben Spaß

Tag 63

… und es regnet Bindfäden 😔 bei aktuellen 16 Grad.

Hoffnungsschimmer: gegen Mittag soll es aufklaren. Wir brauchen unser Zimmer auch erst um die Mittagszeit verlassen.

Gegen 12:15h kommen wir trocken los und dürfen gleich den Rest vom gestrigen Berg in Angriff nehmen und auf 275 Höhe klettern. Die ersten Kilometer verlaufen relativ normal auf gut ausgebauten Straßen, auf denen wir auch noch andere Radfahrer sehen.

Dann wird es wieder abenteuerlich 😳🤪 mit steilen Abschnitten wo die Bremsen bei den Abfahrten ganz schön an die Grenzen gekommen sind.

abbiegen ins Abenteuer
heil durchgekommen

Rollen lassen war nicht drin, zu steil und zu schlechte Strecke. Das hätte uns vom Rad katapultiert. Dafür haben wir einige Kilometer gespart, die wir sonst auf „normalen Straßen“ hätten fahren müssen.

Das war wirklich abenteuerlich 🤗

Am Orioko Itsasadarra entlang umfahren wir den Ort Orio in Richtung Zarautz und kommen wieder ans Meer.

Nach einer Pause oberhalb von Zarautz bemerken wir … Rad lässt sich aber schwer rangieren 🧐

Der Blick aufs vordere rechte Rad 😳 Plattfuß 🤪. Also Mantel und Schlauch runter gezogen, Mantel auf Fremdkörper untersucht und einen „Durchstich“ festgestellt. Neuen, bereits geflickten, Schlauch eingesetzt und wieder alles anbringen und aufpumpen. Dann geht’s in rasanter Fahrt nach Zarautz.

Zarautz Strand
… um den Berg herum beginnt die tolle Panorama Tour

Nach Zarautz geht es eine Weile entlang einer tollen Panoramastrecke direkt an der Küste entlang. Wirklich sehr beeindruckend mit tollen Wellen, deren Gischt bis zu uns hochweht.

In Getaria machen wir eine Kaffeepause. Ist schwer, den ganzen Gerüchen nach lecker Essen nicht nachzugeben. Wenn wir uns jetzt satt essen, kommen wir nicht mehr aufs Rad.

Restaurants auf beiden Seiten, wo es offene Feuerstellen gibt an denen Fisch und Fleisch gegrillt wird. Der Duft einfach nur 🤤
… noch ein lecker 🍦

Nach dem letzten dicken Berg in einer Kurve ein kurzer Halt zum verschnaufen.

Die letzten Kilometer bis zum Zielort Ondarroa waren nur noch ein „Klacks“

Unsere Unterkunft
56,52 km und 1266 Hm

Tag 62

Die Nacht über war es draußen doch sehr laut. Mitten in der City (die auch noch relativ groß) ist schon etwas anderes. Dadurch haben wir beide schlecht geschlafen und sind dadurch wirklich früh reisefertig gewesen. Noch ins Café um die Ecke und etwas frühstücken. Gegen 9h sind wir auf dem Rad unterwegs 🤗

Interessant bemaltes Haus

Der Himmel ist sehr wolkenverhangen und sieht nach Regen aus. Die letzten Kilometer in Frankreich sind wir noch trocken gefahren.

Kurz vor der Grenze (nicht sichtbar markiert) ☕️ für mich und 🍺 für Michaela. Dann hieß es: Au revoir la France -> Bienvenido a España

Linke Uferseite: 🇪🇸 und rechte Uferseite: 🇫🇷

Kurz darauf fing es erst leicht an zu nieseln. Gelegenheit genutzt um sich die Regenklamotten für den einsetzenden 🌧️ 🌧️🌧️🌧️🌧️🌧️🌧️ anzuziehen.

Die ersten spanischen Kilometer waren (abgesehen vom Wetter) okay. Dann wurde der „Radweg“ EV1 immer bekloppter. Unglaublich was hier alles als „befahrbar“ bezeichnet wird. Nach der ein oder anderen haarsträubenden Aktion haben wir aufgegeben und eine andere Route gewählt. Die führte zum Teil einige Kilometer über eine zweispurige Bundesstraße, wo wir uns fast wie auf einer Autobahn vorgekommen sind. Echt 🧟‍♂️

Dann wurde es etwas besser, dafür wurde es aber sehr hügelig (leichte Ausläufer der Pyrenäen sind nicht zu leugnen 🤪)

In San Sebastian eine Pause gemacht und etwas essen gegangen. Endlich wieder „normales“ Essen!

Lecker und dazu noch erschwinglich 🤗 mit total netter und offener Atmosphäre. Da hat uns der 🌧️ im Anschluss fast nicht mehr gestört.

Lange hin und her überlegt, ob wir noch ein paar Kilometer fahren …. es war ja erst kurz nach 15h. Aber die Aussicht auf noch mehr Höhenmeter bei dem Wetter 😳🤢

Also doch noch ein Hotel 🔍 … gar nicht so einfach, da die Preise bei den verfügbaren Hotels ab 130€ bis über 1000€ die Nacht stark steigen. In den berühmten sauren 🍎 beißend, wollten wir mal tiefer in die Tasche greifen. Aber die Hoteliers waren so etwas von überheblich und unzuvorkommend (die wollten uns nicht) … haben wir lange nicht mehr erlebt.

Weiter suchen…

Ein Hotel knapp 3,5 Kilometer entfernt gefunden. Nur nochmal einen Berg hoch.

Glücksgriff!

Super nett, hilfsbereit und freundlich. Letzte Zimmer bekommen und das Rad kann in der privaten Garage stehen. Wie 🤩 ist das denn!

So sind bei der heutigen Strecke gar nicht so viele Kilometer zusammengekommen, dafür haben wir Höhenmeter gemacht 😎

55,13 Kilometer und 1027Hm

Tag 61

…und es fühlt sich sehr gut an!

Unsere Gastgeber so unkompliziert und herzlich. Essen gestern Abend war lecker. Die Nacht erholend. Meine „Uhr“ hat sich die erste Nacht mit 100% Body Battery und einen Top-erholsamen-Schlaf gemeldet 🤗

Nach einem „gemütlichen“ Frühstück wurde das Rad bepackt und es ging gegen 11:30h los. Langsam durch den Ort, nochmal an die Bucht und dann in Richtung Biarritz, unserem heutigen Ziel. Die Tour führte durch schöne Natur und an einem kleinen Fluss entlang, wobei wir beide an den Amazons denken mussten.

Nach einer Weile kamen wir wieder in Strandnähe und sind gleich auf einen Surfspot gestoßen.

Auch die restlichen Kilometer sind uns viele Radfahrer mit speziellen Halterungen für Surfbretter begegnet. Es gab entlang der Strecke immer wieder kleinere „Durchbrüche“ zu Stränden mit schönen Wellen und vielen 🏄‍♂️

Die letzte Bucht vor Biarritz

Wir haben ein wenig geschaut wohin wir denn fahren wollen…. und haben uns für die Rue du Port-Vieux entschieden. Dort ist die bezahlbare Hoteldichte am höchsten. Die Anfahrt gestaltete sich etwas schwierig, da es eine Fußgängerzone ist. Damit gibts keine Parkmöglichkeiten, leider auch nicht fürs Rad. Im Hotel haben sie alles versucht. So muss das Rad angekettet heute vor der Hoteltür verbringen.

Frisch gemacht haben wir die Touris in uns aktiviert und haben uns unters Volk begeben. 🤗

Nach einem leckeren Abendessen haben wir uns in die Nähe einer Bar mit Musik ans Meer gesetzt und warten jetzt auf den Sonnenuntergang.

mlml

Unsere heutige Tour ist dann entsprechend „kurz“ geworden. Biarritz anschauen war die kurze Strecke wert. Ausserdem ist es erst einmal für längere Zeit die letzte Nacht in Frankreich. Morgen werden wir die Spanische Grenze überqueren 😎

54,42 km und 469 Hm

Tag 60

… fängt mit einem Gewitter an. Die Nacht fing es schon an zu grummeln. Gerade jetzt um 09:17 donnert es wieder heftig. Aber der starke Regen hat nachgelassen. Also: Rad langsam wieder fertig machen.

Wir stellen uns auf einen nassen Tag ein 🤷🏼‍♂️

Zum Tourbeginn Wegzehrung und Trinkwasser gekauft. Da fing es auch schon wieder stärker an zu regnen 🌧️ 🌧️🌧️🌧️🌧️. Die Tour führte auch an der wirklich sehr großen Papierfabrik im Ort vorbei. Der Regen und die tief liegenden Wolken hielten den „Gestank“ in Bodennähe. Der 🤢 hat uns noch viele weitere Kilometer verfolgt.

Dafür hat die Strecke entschädigt. Einfach nur traumhaft. Zusammen sind wir etwa 30 km nur durch Wald gefahren. Das auf meist gut ausgebauten (geteert) Wegen. Irgendwann hat es dann auch aufgehört zu regnen. Die Feuchtigkeit kam dann noch von den Bäumen, die der noch immer starke Wind herausschüttelte.

Auch wenn wir wissen, dass ein großer Teil des Waldes industriell genutzt wird. Immer wieder treffen wir auf die Hinweise in Form von „Harvesterspuren“ und die Hinterlassungen auf den gerodeten Flächen. Dazu Markierungen, die den Wald wohl in Planquadrate einteilen.

Wetterbedingt haben wir heute keine Bilder und haben uns auch nicht an den Strand begeben, der manchmal nur wenige hundert Meter entfernt verlief. Das Wasser von oben war uns heute genug.

Zu unserem Glück fing es ein paar Kilometer vor dem heutigen Zielort wieder an zu regnen bei heftigem Seitenwind, damit die Klamotten keine Gelegenheit erhalten zu trocknen.

61,86 km und 456 Hm

Tag 59

Es geht wieder aufs Rad und die Motivation ist auch da 🤗

Den Anfang der Tour haben wir ja teilweise schon gestern gesehen. Nach einigen Kilometern öffnete sich die Bucht und der Atlantik hatte wieder ungehindert die Möglichkeit seine Wellen an den Strand zu werfen.

Dann kam „die Attraktion“ der Region in Sicht: die „Grand Dune du Pilat“.

Also abbiegen an den Strand und mit vielen anderen Touristen die Düne bestaunen.

wir sind tatsächlich auch da
Schon „GROSS“ und ne Menge Sand

Hier hat wohl vor einiger Zeit mal ein heftiges 🔥 gewütet. Rundherum noch viel verbrannte Baumstümpfe zu sehen und die ein oder anderen zeigen tapfer, das sie widerstanden haben.

Die Düne begleitete uns eine große Strecke. Danach ging es auf vielen „Kackwellen“ durch ein buntes Nadelgehölz, in dem die Zikaden einen Wettbewerb veranstalteten: wer ist die „LAUTESTE“

Es war stellenweise wirklich ohrenbetäubend.

So zog sich die Strecke zäh dahin. Wir wollten diese „Naturschutzgebiete“ auch schaffen, um die kommenden Tage wieder an der Küste entlang fahren zu können.

Wir sind in Mimizan gelandet und haben eine Unterkunft gefunden. Der seltsame Geruch in der Gegend hat uns schon irritiert. Es gibt hier eine große Papierfabrik. Wenn der Wind „günstig“ steht … 🤢

Im Nachhinein bekommt Mimizan den Namen: „Stinky Town II“ nach Roturoa (Neuseeland). Mit einem entscheidenden Unterschied. Roturoa ist Natur, da die Ausdünstungen des Vulkanischen Untergrundes die Ursache ist. Während der von Mimizan Menschengemacht ist und eine größere schädliche Wirkung auf die Natur hat 😡

Insgesamt ist es eine schöne Strecke geworden. Aber mal wieder zu lang …

82,5 km und 617 Hm